Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Mittwoch, 18. April, bis Sonntag, 1. Juli 2012

Legalisierter Raub - Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 -1945

Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst

„Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 bis 1945“ heißt eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks (hr), die auf Einladung der Stadt Butzbach vom Mittwoch, 18. April, bis Sonntag, 1. Juli 2012 in den Räumen des Museums in der Färbgasse 16 zu sehen sein wird.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit jenen Gesetzen und Verordnungen, die ab 1933 auf die Ausplünderung jüdischer Bürger zielten. Sie stellt die Beamten der Finanzbehörden vor, die die Gesetze in Kooperation mit weiteren Ämtern und Institutionen umsetzten, und sie erzählt von denen, die Opfer dieser Maßnahmen wurden.

Die Ausstellung zeigt, wie das „Deutsche Reich“ durch die Reichsfluchtsteuer, zahlreiche Sonderabgaben und schließlich durch den vollständigen Vermögenseinzug sowohl an denen verdiente, die in die Emigration getrieben wurden, wie auch an denen, die blieben, weil ihnen das Geld für die Auswanderung fehlte oder weil sie ihre Heimat trotz allem nicht verlassen wollten.

Nach den Deportationen kam es überall zu öffentlich angekündigten Auktionen aus „jüdischem Besitz“: Tischwäsche, Möbel, Kinderspielzeug, Geschirr, Lebensmittel wechselten die Besitzer.

Die Ausstellung, die mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen entstand, war bisher in Frankfurt am Main, Marburg, Gießen, Darmstadt, Fulda, Kassel, Wetzlar, Wiesbaden, Offenbach, Friedberg, Groß-Gerau, Hanau, Felsberg, Limburg, Rotenburg, Korbach, Gelnhausen und Eschwege sowie im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen.

Für die bevorstehende Präsentation in Butzbach hat Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtags, die Schirmherrschaft übernommen. Ein neuer Ausstellungschwerpunkt, an dem auch Schülerinnen und Schüler aus Butzbach und Gießen mitgearbeitet haben, beschäftigt sich mit der Ausplünderung jüdischer Familien in der Region.

Zur Eröffnung der Ausstellung in der Alten Turnhalle (August-Storch-Straße 7) am Dienstag, 17. April 2012, um 19 Uhr sprechen Michael Merle, Bürgermeister der Stadt Butzbach, Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtags, Joachim Arnold, Landrat des Wetterau-Kreises, und Dr. Thomas Wurzel, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts, führt in das Thema der Ausstellung ein.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernehmen Marion Adloff (Geige) und Joachim Wagenhäuser (Klavier). Helge Heynold, Hessischer Rundfunk, liest aus Dokumenten zum Thema. Im Anschluss kann die Ausstellung im Museum der Stadt Butzbach besichtigt werden.

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleitet, das von Landrat Joachim Arnold am Dienstag, 24. April, um 19 Uhr im Museum der Stadt Butzbach eröffnet wird.

Die Daten der Präsentation im Überblick:

Legalisierter Raub.
Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 -1945
Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Museum der Stadt Butzbach unter Schirmherrschaft von Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtages

Laufzeit: Mittwoch, 18. April, bis Sonntag, 1. Juli 2012
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10.00 - 12.00 und 14.00 - 17.00 Uhr
Samstag: 14.00 – 17.00 Uhr
Sonntag von 10.00 - 12.00 und 14.00 - 17.00 Uhr
Samstagvormittag und Montag geschlossen.

Für Schulen öffnet die Ausstellung auf Anfrage auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten.

Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Gruppen pro Person 1 Euro.
Für Schulklassen ist der Eintritt frei.

Gruppenführungen: 40 Euro

Anmelde- und Informationstelefon im Museum der Stadt Butzbach:
06033 / 994-250 (Dienstag bis Freitag von 10.00 - 12.00 und 14.00 - 17.00 Uhr)

Die regionale Präsentation wird unterstützt von der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich, dem Lions Club Butzbach, der Lagergemeinschaft Auschwitz, dem Wetteraukreis, der Buchhandlung Bindernagel, der Evangelischen Markus-Kirchengemeinde Butzbach, Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz, Geschichtsverein für Butzbach und Umgebung, Arbeitskreis Museum und Archiv Butzbach, Freundes- und Förderkreis Museum Butzbach, Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG), Lauftreff Butzbach, Sportjugend Hessen, Volkshochschule des Wetteraukreises, Kino Capitol Butzbach

Kontakt:
Hessischer Rundfunk
Kommunikation / Ausstellungen
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Tel.: 069 / 155-4038
Handy: 0173 / 6557351
Mail: Blederhindemith@hr-online.de

Begleitprogramm und weitere Informationen:
www.fritz-bauer-institut.de/
www.hr-online.de/
www.stadt-butzbach.de/

Tobias Häuser


hr-pressestelle@hr-online.de