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Barkauf, Finanzierung, Leasing

Leasing: Die neue Form der Finanzierung?

Barkauf oder die Finanzierung eines Autos. Dies waren vor einigen Jahren die beiden Optionen zur Beschaffung eines Wagens. Seit einiger Zeit hat sich das Leasing (zu Deutsch: Vermietung) in Deutschland etabliert. Im Gegensatz zur klassischen Miete ist das Leasing eine Langzeitmiete.

Beim Leasing werden über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel zwischen 24 und 48 Monaten, die Nutzungsrechte an einem Fahrzeug erworben. Der Eigentümer bleibt zu jedem Zeitpunkt der Leasinganbieter.

Während der Laufzeit wird eine kontinuierliche Monatsrate für die Nutzung gezahlt. Nach der Vertragslaufzeit existieren zwei Optionen. Der Wagen wird wieder abgegeben und einer neuer Vertrag mit neuem Wagen wird abgeschlossen oder der alte Wagen wird zum Restwert abgekauft.

Restwertleasing vs. Kilometerleasing

Beim Leasen kann zwischen zwei verschiedenen Varianten differenziert werden. Dem Restwert- und dem Kilometerleasing.

Das Kilometerleasing ist hierbei die übliche Variante. Dabei wird zu Vertragsbeginn eine jährliche Laufleistung vereinbart. Als Anhaltspunkt kann die übliche Laufleistung der vergangenen Jahre genommen werden zusätzlich Reservekilometern.

Mehrkosten fallen am Ende der Vertragslaufzeit lediglich an, wenn diese vereinbarte Laufleistung überschritten wurde. Sollte sie unterschritten worden sein, gibt es entsprechend Geld zurück. Bei dieser Variante entstehen relativ wenige Risiken für den Leasingnehmer.

Sind die Jahreskilometer bekannt kann somit sehr sicher über die nächsten Jahre geplant werden und die Transparenz der Kosten lassen sich zu 100 % nachverfolgen.

Das Restwertleasing hingegen ist weniger verbreitet, da es für den Leasingnehmer zu viele Risiken mit sich bringt. Bei dieser Variante wird zu Beginn der Restwert für den Wagen nach der Laufzeit festgelegt.

Hierbei sind die zurückgelegten Kilometer in einem Jahr irrelevant. Damit die monatliche Rate zugunsten des Leasingnehmers niedrig ausfällt wird der Restwert absichtlich sehr hoch eingeschätzt.

Wird das Auto dann am Ende der Laufzeit von einem Gutachter bewertet, weicht diese oftmals drastisch ab und der Leasingnehmer muss einen hohen Betrag nachzahlen. Dies ist natürlich nicht immer so, aber oft.

Was besagt der Leasingfaktor?

Um Leasing Angebote miteinander vergleichen zu können wird der Leasingfaktor als Kennzahl herangezogen. Der Leasingfaktor zeigt den monatlich zu zahlenden Betrag in % im Verhältnis zum Listenpreis des Wagens auf.

Der Leasingfaktor berechnet sich wie folgt (sofern keine Anzahlung notwendig ist): (Rate/Listenpreis)*100. Liegt der Leasingfaktor unter 1 ist dies ein gutes Angebot. Mit Glück sind Schnäppchen mit einem Faktor von 0,6 zu ergattern.