Am Nationaltheater Mannheim inszenierte der Regisseur Achim Freyer Verdis „La Traviata“, die ein gewaltiges Echo in der Opernwelt auslöste. Freyers Inszenierung der Verdi-Oper kommt nun als Gastspiel nach Fürth. Mit dieser Oper nach Alexandre Dumas' Schauspiel „La Dame aux camelias“ (Die Kameliendame) erzielte Giuseppe Verdi 1852/53 seinen endgültigen Durchbruch.
Die packende und zeitgemäße Vorlage spiegelt das wahre Leben der lungenkranken und von reichen Aristokraten ausgehaltenen Kurtisane Marguérite Gautier wieder. Niemals komponierte Verdi mit der gesellschaftlichen Außenseiterfigur, die in der Oper Violetta Valéry heißt, einen
aktuelleren Stoff. Violetta versucht, ihre Krankheit durch ausgelassene Feste zu verdrängen. Alfredo Germont, ein junger Mann aus wohlhabendem Haus, verliebt sich in sie. Auf Drängen seines Vaters, der um das Ansehen der Familie Germont fürchtet, verlässt Alfredo Violetta. Doch ihr nahender Tod
bringt eine überraschende Wendung. Der Schluss der „Traviata“, wenn Violetta mit einer trauermarschartigen Melodie ihr Leben aushaucht, gilt als unübertroffener Geniestreich Verdis.
Regisseur Achim Freyer fokussiert seine Inszenierung auf das Selbstbild der Kurtisane. Die Begegnung mit Alfredo war für Violetta nur eine Flucht aus der Welt der käuflichen Liebe. Doch aus Angst vor dem Tod flüchtet sie in die Liebe zurück. Der einstige Brecht-Schüler Freyer ist ein Magier der Bilder, ein Visionär des Theaters: Als Maler, Bühnen- und Kostümbildner, Regisseur und Stückemacher lotet er in seiner Arbeit wie kein anderer die Grenzen zwischen Bühne und bildender Kunst aus. Freyer inszeniert poetische
„Gesamtkunstwerke“ aus Sprache, Musik, Choreografie, Raum und Licht, die in archaischen Bildern von menschlichen Mythen erzählen.
am 8.1.2011
Kontakt
Christof Goger
Pressestelle | Öffentlichkeitsarbeit
Königstraße 116
90762 Fürth
Tel 0911 - 9 74 24 03
Fax 0911 - 9 74 24 44
Mobil: 0170 - 2 25 79 97 Mail christof.goger@fuerth.de www.stadttheater.de

