Was bleibt übrig – so fragen wir uns bei der Konzeptionsarbeit für Puccinis Oper „La Bohème“ – was bleibt übrig, wenn wir uns „La Bohème“ einmal ohne alle dekorativen Elemente denken? Kein Paris, kein Weihnachtsabend und kein Weihnachtsmarkt, keine Zollschranken und kein Schnee, der leise rieselt. Und, so wir es schaffen, wollen wir uns auch die restlos unglaubwürdige Edelkitscharmut unserer an der Pensionsgrenze agierenden Starensembles aus dem Kopfe schlagen. Was aber bleibt dann noch?
Eine gute Geschichte von sechs jungen Menschen Anfang zwanzig, die sich mit Hunger ins Leben stürzen und kosten, was ihnen das Leben anbietet: Liebe und Kunst, Erfolge und Katastrophen, Not und Überfluss, Erfahrungen, Trennungen und Tod. Wir sehen (und hören), wie sich Charaktere formen, Träume zerplatzen, falsche Wege verlassen werden und richtige gesucht. Wir bewundern ihre Überheblichkeit und spüren ihre Angst. Eine gute Geschichte, auch ohne Plüschdekoration.
Nur der Schnee, auf den Schnee wollten wir dann doch nicht verzichten!
Besetzung
Rodolfo: Hyun Ouk Cho / Youn-Seong Shim
Schaunard: Robert Nicholas Boragno / Hyorim Choi
Marcello: Kai Preußker / Daniel Raschinsky
Colline: Don Lee / Patrick Zielke
Benoit, Zöllner: Johannes Mooser / Alexander Schuster
Mimi: Larissa Ciulei / Yuna Maria Schmidt
Musetta: Mi Yeon Bae / Sae Joung Choi / Mirella Hagen
Parpignol: Dennis Marr
Alcindor, Sergeant: Caio Monteiro
Orchester: Württembergische Philharmonie Reutlingen
Chor: Studenten der Hochschule,
Jugendchor Cantiamo Stuttgart, sowie Gäste
Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
Inszenierung: Bernd Schmitt
Bühne und Kostüme: Claudia Philipp
Dramaturgie: Bernd Schmitt
Spieldauer ca. 2 Std.
Pause nach dem 2. Akt
Kontakt
Wilhelma Theater
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70376 Stuttgart
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