Zum zwölften Mal findet in Frankfurt (Oder) die KURZE NACHT DER FRANKFURTER MUSEEN statt. Das Interesse daran wuchs von Jahr zu Jahr. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf einen regen Besucherstrom. Im Zeitraum von 17:00 bis 24:00 Uhr öffnen an diesem Freitag das Sportmuseum, das Kleist-Museum, die Stadt und Regionalbibliothek, das Museum Junge Kunst, das Museum Viadrina und die Marienkirche ihre Räume. Im Stundentakt finden dann zusätzlich dazu unterschiedliche Programme statt.
Der Auftakt zu den Programmveranstaltungen beginnt um 17:00 Uhr im Sportmuseum. Dort stellen sich ehemalige und auch aktive Sportler den neugierigen Fragen der Gäste. Wie in den vergangenen Jahren geschehen, sind vielleicht auch dieses Mal wieder Fragen und Antworten zu erwarten, die einen Blick hinter die Kulissen des Amateur- und Profisportes erlauben.
Daran anschließend berichtet um 18:15 Uhr im Kleist-Museum der Architekt Grischa Lehmann über den Stand der Bauarbeiten am neuen Kleist-Museum. Speziell widmet er sich der Gestaltung des neuen Eingangsbereiches. In Wort und Bild wird er den Besuchern seine Vorstellungen illustrieren und gewiss eine rege Diskussion auslösen.
Wer will, kann sich dann in der Stadt- und Regionalbibliothek um 19:30 Uhr für die Lesung von Tom Wolf interessieren. Er liest aus seinem Preußenkrimi „Glutorange: zehrende Flammen.“ Bisher war der Raum der Bibliothek immer total besetzt. Also sollte man ein wenig früher kommen, um einen guten Platz zu erwischen. Danach geht es in der Rathaushalle des Museums Junge Kunst um 20:45 Uhr weiter. Inmitten der Ausstellung „Neuerwerbungen Teil II“ führen Schülern des Gauß-Gymnasiums ein Konzert zu einer Fotoshow von Schülern des Karl-Liebknecht-Gymnasiums auf. Die Schüler des Karl-Liebknecht-Gymnasiums beschäftigten sich mit den Baulücken in Frankfurt (Oder); sie füllten diese mit fantastischen und skurrilen Bauideen aus.
Um 22:00 Uhr dreht sich alles in dem Vortrag im Museum Viadrina, ganz im Sinne des „Königsjahres 2012“, um die berühmte Frage:“ Wie groß war Friedrich der Große?“. Der emeritierte Prof. Klaus Vetter versucht darauf eine Antwort zu geben. Vielleicht erfährt man über diesen Monarchen Friedrich II., der voller Widersprüche war, wirklich etwas über seine wahre „Größe“.
Und ab 23:00 Uhr wird in der Marienkirche das Ausstellungskonzept für die Dauerausstellung zur „Bau- und Nutzungsgeschichte der St. Marienkirche“ mit einem Vortrag von Henriette Brendler diskutiert. Auch hier ist lebhaftes Interesse zu erwarten, da sich viele Bürger für den Wiederaufbau der einstmals zerstörten Marienkirche engagieren und Gelder spendeten und weiterhin spenden.
Alle Veranstaltungen finden im zeitlichen Hintereinander statt und so kann der Gast der Museumsnacht jedes Programm genießen. Infos dazu, sowie ein Stadtplan mit den eingezeichneten Museen und Einrichtungen, gibt es unter www.museumsnacht-frankfurt-oder.de
Möchte man sich nur die Ausstellungen ansehen, hat man von 17:00 bis 24:00 Uhr dafür genügend Zeit und kann mit den Mitarbeitern der Einrichtungen in ein Gespräch kommen. Die Ausstellung im Kleist-Museum widmet sich dem Wunsch Heinrich von Kleist „Ich will ein Bauer werden.“ und gibt einen Einblick in sein Verhältnis zur Schweiz und umgekehrt. Im Museum Viadrina kann man sich in die Geschichte der Oderstadt vertiefen.
Dagegen gibt es im Sportmuseum Urkunden, Fotos und Artefakte des Leistungsportes aus der Zeit der DDR und bis hinein in die Gegenwart zu bestaunen. Die beiden aktuellen Ausstellungen des Museums Junge Kunst, im PackHof und in der Rathaushalle, machen mit aktuellen Positionen der Gegenwartskunst vertraut und geben einen irritierenden Einblick in das bisherige Werk des polnischen Malers Ryszard Woźniak. Die Stadt- und Regionalbibliothek lädt unter anderem zur Besichtigung einer Fotoausstellung mit dem Titel „Aus dem Leben von Europäern“ ein.
Ein Besuch der Marienkirche lohnt sich immer, denn sie zählt zu den größten Hallenkirchen im Norddeutschen Raum. Einen Höhepunkt im Chorbereich bilden die Glasfenster aus dem späten 14. Jahrhundert mit ihrem einmaligen Antichristzyklus, den Erzählungen über die Schöpfungsgeschichte und der Passion Christi.
Wie stets sind alle Veranstaltungen kostenlos – und die Frankfurter und alle Gäste der Stadt sind recht herzlich am 14. September 2012 eingeladen. Unterstützung erfährt das Projekt seitens radioeins (rbb) und seitens der Märkischen Oderzeitung.
KURZE NACHT DER FRANKFURTER MUSEEN
14. September 2012 17:00 – 24:00 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung durch
Radioeins (rbb) und Märkische Oderzeitung
www.museumsnacht-frankfurt-oder.de


Titel des Bildes: Norbert Bisky; Extase, 2008, Öl auf Leinwand;130x100 cm;