Man könnte glauben man sei im Kunstparadies angekommen. Von Theresia Hebenstreit in Heidelberg, Cellina von Mannstein in Hamburg, Sophia Tabatadze in Göttingen, Sigmar Polke in Karlsruhe, Jeff Koons in Berlin oder die Künstlerpaare der Kunstgeschichte in Köln und demnächst sogar Rebecca Horn ab 1.5.2009 in Weimar und Cecily Brown ab 23.4.2009 in Hamburg.
Alles was das Kunstherz begehrt ist zur Zeit in den deutschen Museen und Kunstvereinen zu sehen.
2009 verspricht ein spannendes Kunst – und Kulturjahr zu werden und vielleicht geht ja der Wunsch des Ex-Kulturdezernenten von Frankfurt und ehemaligen Präsidenten des Goethe-Institutes Hilmar Hoffmann noch in Erfüllung, der vor 30 Jahren die Losung ausgab „Kultur für alle“.
Voraussetzung ist natürlich, dass Sie sich schon mal bewegen müssen, um diese hervorragenden Ausstellungen zu sehen, sonst geht es Ihnen so wie Hilmar Hoffmann, der nach über 30 Jahren Kulturarbeit in Deutschland mittlerweile pessimistischer geworden ist.
Auf die Frage der Frankfurter Rundschau, warum die Museen nicht weitere Bevölkerungsschichten erreichen, antwortete er: „Das Grundübel ist, dass es in den Schulen sträflich versäumt wurde, die Schüler in die Lage zu versetzen, Kunst zu verstehen. Ästhetische Erziehung und musische Bildung finden auch an den Gymnasien nicht statt. Solange das so bleibt, sind alle Bemühungen, Kultur den Menschen zu vermitteln, illusorisch. Wer nicht in der Lage ist, ein Bild zu verstehen, der versäumt sich selber. Ich zitiere da Berthold Brecht: Kunst braucht Kenntnisse.“
Wir, die Redaktion von freundederkuenste.de, wollen Ihnen, liebe Leser, auf unserem Internetportale möglichst viele Kenntnisse und Einsichten über Kunst – und Kulturschaffende vermitteln und empfehlen (siehe unsere Empfehlungsseite).
Ihr Gottfried Böhmer
Siehe auch das Interview mit Hilmar Hoffmann bei der Frankfurter Rundschau: www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/1656476_Wir-brauchen-mehr-Kuenstler.html


Cecily Brown, Foto: Dina Rudick/Globe Staff