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Über 500 Künstler öffnen ihre Ateliers

Kunstpunkte 2012 - Bereits zum 16. Mal präsentiert Düsseldorf seine künstlerische Vielfalt/22 Off-Räume beteiligt

Das letzte August- und das erste Septemberwochenende stehen wieder ganz im Zeichen der Aktion "Kunstpunkte - Offene Ateliers in Düsseldorf". Die Besucherinnen und Besucher können Malern, Bildhauern, Fotografen und anderen Kunstschaffenden bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

An der Aktion wirken mehr als 500 Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler an 262 Standorten ("Kunstpunkte") mit. Auch Gastkünstler aus Finnland, Israel, Korea, Kroatien und Serbien öffnen ihre Ateliertüren.

Der direkte Kontakt des Publikums zu Künstlern und ihren Werken, fernab von Galerien und Museen - an den beiden Wochenenden 25./26. August und 1./2. September wird er wieder möglich. Sonst kaum zugängliche, beinahe mysteriöse Räume zu erleben, in denen Kunstwerke entstehen, Ideen und Gedanken zur materiellen Form werden - das ist das Besondere der "Kunstpunkte".

Die Aktion feiert inzwischen ihren 16. Geburtstag. Düsseldorfs nördliche Stadtteile sind am ersten Wochenende beteiligt; am zweiten Wochenende folgen die Ateliers im Süden.

Als Besonderheit werden sich an den jeweiligen Freitagabenden vor den "Kunstpunkte"-Wochenenden, also am 24. und 31. August, auch 22 Off-Räume präsentieren, um Einblick in Ausstellungsräume zu geben, die von Künstlern selbst organisiert werden. Am ersten Off-Raum-Freitag (24. August) eröffnet die Filmwerkstatt Düsseldorf e.V., Birkenstraße 47, die Ausstellung "Feromenon", eine Werkschau der Düsseldorfer Kunstakademie-Studenten von Tal R. Außerdem wird der Film "Heaven and Earth Magic" gezeigt, begleitet von Paul LaBrecque an der Gitarre mit anschließendem Konzert.

Am zweiten Off-Raum-Freitag (31. August) präsentiert sich unter anderem das Institut "Rheinumschlag", Reisholzer Werftstraße 77, mit einer Rauminstallation der Künstler Benjamin Hofmann, Frank Jebe und Till Pulpanek.

Die Ackerstraße - ein "hotspot"

Im Düsseldorfer Norden (erstes Wochenende) ist das älteste Atelierhaus der Stadt an der Sittarder Straße 5 ein Besucherschwerpunkt, ebenso die Atelierhäuser an der Kalkumer Straße 85, an der Oberhausener Straße 15 und am Höherweg 271 sowie die Golzheimer Siedlung (Franz-Jürgens-Straße). Als neues "Atelierhaus an der Theodor-Heuss-Brücke" formieren sich rund ein Dutzend Künstler an der Uerdinger Straße/Ecke Kaiserswerther Straße. Und zum ersten Mal dabei ist die "Beton-Box", ein neuer Off-Raum im Dachgeschoss des Bunkers an der Münsterstraße 500.

Die im Düsseldorfer Süden beheimaten Atelierhäuser rechnen am zweiten Wochenende ebenfalls mit einem großen Besucherandrang. In der ehemaligen Leitz-Fabrik an der Walzwerkstraße 14 befindet sich seit 2006 das größte Düsseldorfer Atelierhaus. Dort gibt es 61 von der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Verfügung gestellte Atelierräume, von denen sich 40 bei den "Kunstpunkten" präsentieren werden.

In der ehemaligen Liesegang-Fabrik an der Volmerswerther-Straße 21, in der früher Projektionsapparate hergestellt wurden, haben sich mittlerweile neben vielen anderen Kreativen auch einige Künstler angesiedelt. Bei den "Kunstpunkten" können dort sechs Ateliers besichtigt werden.

Die Ackerstraße ist ein "hotspot" der Düsseldorfer Atelierszene. In Hinterhöfen, Ladenlokalen und Etagenwohnungen gilt es in diesem Jahr gleich elf "Kunstpunkte" zu entdecken. Beliebte Stadtteile bei den Künstlerinnen und Künstlern sind neben Flingern auch Bilk und Derendorf, wo lebendige Szenen aus Ateliers, Kneipen und originellen Geschäften entstanden sind.

Bis zu 65.000 Atelierbesuche

Das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf hat die "Kunstpunkte" 1997 ins Leben gerufen, und seitdem erfreut sich die Aktion wachsender Beliebtheit. So wurden in den vergangenen Jahren bis zu 65.000 Atelierbesuche an den beiden Wochenenden gezählt.

Die "Kunstpunkte" wollen auf das vielfältige künstlerische Schaffen in Düsseldorf aufmerksam machen. Dabei beeindruckt die Dichte und die hohe Qualität der in der Landeshauptstadt wirkenden Künstler. Durch die Einladung in die Ateliers soll ein breites Publikum für Kunst interessiert und Neugierde geweckt werden. Die "Kunstpunkte" belegen eindrucksvoll, dass die Künstlerinnen und Künstler in der Kunststadt Düsseldorf eine feste Größe sind. Auch der kommerzielle Aspekt kommt an den beiden Wochenenden nicht zu kurz: Es darf nicht nur besichtigt, es darf auch gekauft werden!

Die Ateliers sind an den beiden Wochenenden 25./26. August und 1./2. September, samstags jeweils von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr, geöffnet. Die Off-Räume erwarten ihr Publikum an den beiden Freitagen, 24. und 31. August, jeweils von 19 bis 22 Uhr.

Traditionell wird es wieder einen Shuttle-Service mit Oldtimer-Bussen und geführten Touren geben. Abfahrt des Shuttle-Busses ist an der Parkbucht vor den Düsseldorfer Rheinterrassen, samstags um 14 und 17 Uhr, sonntags um 12 und um 15 Uhr. Erstmals werden in diesem Jahr auch englischsprachige Führungen angeboten.

Ermöglicht wurde dies durch eine Kooperation mit RhineBuzz, deren Anliegen es ist, die englischsprachige Community in Düsseldorf mit Kunst und Kultur zu vernetzen. Die englischen Touren starten jeweils sonntags um 15 Uhr. Jede Tour dauert drei Stunden und wird von Künstlern fachkundig begleitet, die Informationen zu ihren Künstlerkollegen geben und für Fragen zur Verfügung stehen. Tickets gibt es für 15 Euro im Vorverkauf bei der Konzertkasse Heinersdorff, Heinrich-Heine-Allee 24, Telefon 0211.329191, oder im Kulturamt, Zollhof 13, Zimmer 3.12.

Wie ein Sternenhimmel...

Wie in jedem Jahr, geben Flyer und Plakate einen Überblick über die 262 Atelierstandorte, die sich wie ein Sternenhimmel über das Stadtgebiet ergießen. Als hilfreicher Wegweiser zu den Ateliers dient das "Kunstpunkte"-Faltblatt. Es leitet die Besucher an den beiden Wochenenden von Atelier zu Atelier. Eine Unterteilung nach Genres wie "M" für Malerei, "F" für Foto, "S" für Skulptur und "MK" für Medienkunst erleichtert den Kunstspaziergang durch Düsseldorf.

Das Faltblatt ist kostenlos erhältlich beim Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Telefon 0211.89-96112 oder 89-24197. Außerdem liegt es in Kulturinstituten und Szenekneipen aus. Großzügig gefördert werden die "Kunstpunkte" auch in diesem Jahr wieder durch die Stadtwerke Düsseldorf AG.

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