Am 25. und 26. Mai stellen der Düsseldorfer Künstler e.V. Werke von 56 verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen im Bunker an der Aachener Straße im beliebten Stadtteil Bilk aus. Auf rund 1.600 Quadratmetern präsentiert der Verein aktuelle Arbeiten seiner Mitglieder – quer durch die verschiedenen Genres der Bildenden Kunst. Durch die freundliche Unterstützung der Eigentümerin, der Emscher Wohnbau GmbH, wird das historische und kulturell bedeutsame Bauwerk zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich. Die Veranstalter rechnen daher mit einem großen Besucher-Andrang.
Bildende Kunst
Nach dem Freigang folgt der Schutzraum – Kunst im Bunker. Auf der gleichnamigen Veranstaltung präsentieren 56 Künstler und Künstlerinnen der Landeshauptstadt ihre Werke – quer durch alle Sparten der Bildenden Kunst. Initiator ist der gemeinnützige Verein Düsseldorfer Künstler, der bereits mit der Ausstellung Freigang – Kunst im Knast in der JVA Düsseldorf vergangenen Jahres für Furore gesorgt hatte.
„Die Ausstellung Schutzraum – Kunst im Bunker ist die diesjährige Fortsetzung unserer Reihe AusstellungAkutAnders, mit der wir jedes Jahr Kunstwerke an ungewöhnlichen Orten der Stadt präsentieren wollen“, so Dr. Eve Sattler vom Verein Düsseldorfer Künstler.
Ausstellung in Düsseldorf
Eigentümerin der siebengeschossigen Stahlbeton-Anlage von 1942 ist die Emscher Wohnbau GmbH an der Kaiserswerther Straße. Die Gesellschaft hatte das Gebäude zu Beginn des Jahres von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben und stellt es nun den Künstlern für ein Wochenende zur Verfügung. „Wir freuen uns auf diesem Wege die Düsseldorf Künstler zu unterstützen sowie den Bürger und Bürgerinnen erstmalig Einblick in die historische Architektur gewähren zu können“, so Moritz Richter, Justiziar bei Emscher.
Freunde der Kunst
Anders als vergleichbare Bunker-Anlagen der Landeshauptstadt, war diese für die Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich. Mit ihren vier Obergeschossen und zwei Kellergeschossen ist sie ein eindrucksvolles Zeugnis der deutschen Kriegsarchitektur, die eiligst ab dem Überfall auf Nazi-Deutschlands auf Polen 1939 errichtet wurden. Während des Kalten Krieges wurden viele der Anlagen weiter unterhalten, manche sogar für einen atomaren Angriff nachgerüstet, so wie die in Bilk. Erst 2007 entschied das Innenministerium die noch verbliebenen Anlagen aufzugeben. Der Unterhalt der massiven Betonklötze war zu teuer geworden, ein Luftangriff immer unwahrscheinlicher.
Vera Sattler
Düsseldorfer Künstler e.V.


verschiedene Genres der Bildenden Kunst (c) Düsseldorfer-Künstler e.V.

