Gesellschaft Freunde der Künste

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Künstler interpretieren Klassiker

Kunst für den Esstisch: die MARS-Glas-Edition von Lobmeyr

MARS-Glas-Edition von Lobmeyr ist Kunst für den Tisch Zeitgenössische Künstler interpretieren Wasserbecher von Adolf Loos Zeitgenössische Künstler interpretieren einen Klassiker: den Wasserbecher von Adolf Loos aus dem Jahr 1931.

So individuell die einzelnen Stücke, so beeindruckend und exquisit ist ihre Zusammenschau als Serie. Hergestellt wird sie vom Wiener Glasproduzenten Lobmeyr, der sie nun als MARS-Glas-Edition auf den Markt bringt. Die unlimitierte Auflage richtet sich an Menschen, die sich ein Stück Kunst in den Alltag holen möchten. Die Erstpräsentation findet am 24. November ab 12.30 Uhr im MAK Wien statt.

Wie unantastbar ist eine Ikone? Dreizehn zeitgenössische KünstlerInnen ließen sichauf diese Frage ein: Auf Initiative der MAK ART Society (MARS) interpretierten sie den Wasserbecher aus Adolf Loos’ Trinkservice No. 248. Dieses wird seit 1931 von der Wiener Glasmanufaktur J. & L. Lobmeyr ausgeführt.

Am Boden tragen die Becher einen feinen, seidenmatt polierten Brillantschliff. In seiner provokanten, schnörkellosen Perfektion versinnbildlicht das Service die Radikalität im Schaffen von Adolf Loos, Österreichs wichtigstem Wegbereiter der modernen Architektur.

Kunstsammlung am Dinner-Tisch

Die MARS-Glas-Edition zeigt Facetten einer Annäherung. Zwischen Ehrfurcht undExperiment spannt sich als roter Faden nur der künstlerische Blick. Und so ist die Gesamtschau mehr als die Summe ihrer Teile, gleich einer Kunstsammlung en miniature.

„Entsprechend bieten wir die Gläser sowohl einzeln zum Sammeln als auch geschlossen als Serie zum Kauf an“, erklärt Leonid Rath von Lobmeyr. „So oder so fügen sich die Objekte in die alltägliche und weniger alltägliche Lebenswelt von Menschen, die ein Faible für Außergewöhnliches haben – und natürlich für unser Glas.“

Sehr schön funktioniere die Edition auch bei Einladungen im persönlichen Kreis, „wenn jedem Gast ein Glas zugeteilt wird, das Aspekten seiner Persönlichkeit entspricht“.

Von Jenny Holzer bis Helmut Lang

Den Beginn der MARS-Glas-Edition markiert eine Arbeit der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer: In ihrer Jahresgabe für die MAK Art Society bezog sie sich 2006 auf Adolf Loos' Wasserbecher von 1931. Weitere Jahresgaben gestalteten Franz Graf, Eva Schlegel und Manfred Wakolbinger; es folgten Projekte mit Gunter Damisch, Gregor Eichinger, Brigitte Kowanz, Helmut Lang, Peter Noever, Arnulf Rainer, Georg Salner, Markus Schinwald und Heimo Zobernig. Die einzige Vorgabe an die Künstler war es, die Form des Bechers nicht zu verändern. Als Techniken standen Schleifen, Gravieren, Bemalen und Sandstrahlen zur Verfügung.

Lobmeyr: Ästhetik zum Anfassen

Von jeher bezieht Lobmeyr wesentliche Impulse aus der Zusammenarbeit mit Malern, Architekten und Designern. Ihre Ideen werden mit allen Möglichkeiten des Handwerks umgesetzt. Dadurch erfüllen Lobmeyr-Gläser künstlerische ebenso wie funktionale Ansprüche. Auch bei extravaganter Ästhetik sind sie nachdrücklich für den Gebrauch bestimmt.

Zur MARS

Seit 1986 bietet die MAK ART SOCIETY (MARS) Kunstinteressierten die Möglichkeit, sich an der Arbeit des MAK zu beteiligen. Die MARS fördert das MAK bei der Realisierung von Aktivitäten, die Kunst direkt unterstützen: bei Forschungsarbeiten, beim Ankauf von Kunstwerken, bei der Unterstützung von Ausstellungsprojekten und der Finanzierung von Publikationen. Die Mitglieder der MARS erhalten Einladungen zu Führungen, exklusiven Events, Previews, Vernissagen, Kunst- und Architekturreisen u.a.

 

Erstpräsentation der MARS-Glas-Edition

im Rahmen der VIENNA ART WEEK

Ab Anfang Dezember 2012 sind die Gläser erhältlich bei: 

J. & L. Lobmeyr, Kärntner Straße 26, 1010 Wien und weltweit bei ausgewählten Lobmeyr-Händlern

Preis pro Glas:

EUR 100,- bis EUR 500,- (10% Rabatt für MARS-Mitglieder) 

 

Pressekontakt:

David Zalud

david.zalud@juicypool.com

www.lobmeyr.at

 

Bildlegende:

Bild 1: Eine rote, handgemalte Halbkugel fügte Eva Schlegel in das Herz des Glases ein. Das Ergebnis sind überraschende Spiegelungen, die sich mit der Bewegung der Hand verändern. © Lobmeyr

Bild 2: Von kristallklar auf schwarz: Radikal ging der in Wien geborene Künstler Helmut Lang ans Werk. Er schuf ein puristisches Objekt, das dem Ornamentalen in bester Loos-Manier eine Absage erteilt. © Lobmeyr

Bild 3: Das Wasserglas mit Achtel-Markierung: Adolf Loos selbst hatte befunden, dass sein Glas auch für Wein tauglich sei. Was er nicht
durchsetzte, vollendete nun Gregor Eichinger. © Lobmeyr

Bild 4: Von LOOS zu SOLO zu LOOS. Durch die Verdrehung der Buchstaben stellt uns Georg Salner vor Fragen wie: Ist Loos alles, was zählt? Ist das Objekt ein Einzelstück? Hebt die Endlosschleife die Vereinzelung auf? © Lobmeyr

Bild 5: Band, Spirale, Helix: Franz Graf findet viele Namen für seine elegante schwarze Ondulation. Eines ist sicher: „Das ist kein Wasserglas, sondern ein Glas für die Getränke der Nacht.“ © Lobmeyr

Bild 6: Ein malerischer Ansatz von Gunter Damisch. Er stellte das Glas
auf die Rückseite eines Buches und zog die Kontur mit Bleistift nach. Der Ausschnitt wurde aufs Glas gemalt. © Lobmeyr