Das Stadtbild der Mainmetropole ist geprägt von einer Vielzahl an Wolkenkratzern, deren Skyline Frankfurt den Beinamen „Mainhattan" zu verdanken hat. Utopische Bauten wie sie in Fritz Lang's Klassiker „Metropolis" nur angedacht werden konnten, sind nicht nur im Film „Metropolis.
Report from China" von Maya Schweizer und Clemens von Wedemeyer sondern auch im Städtebau Frankfurts Realität geworden.
Bei einer speziellen Führung unter Leitung von Prof. Wolfgang Rang wird das Frankfurter Bankenviertel, eine Gegend, in der einige der höchsten Gebäude Europas stehen, erkundet. Dabei werden auch besondere Innenräume wie beispielsweise der Historische Saal der Bundesbank oder die Hängenden Gärten im Commerzbank Tower besichtigt, die eigentlich nicht öffentlich zugänglich sind.
Prof. Wolfgang Rang (*1949), Dipl. - Ing. Architekt BDA, studierte Architektur an der TH Darmstadt und Sinologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Seit 1993 hält er eine Professur für „Grundlagen der Gestaltung" an der FH Frankfurt inne und arbeitet erfolgreich als Architekt und Autor.
Treffpunkt: Willy-Brandt-Platz, Eurotower
Die Teilnahme ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter post@fkv.de oder unter 069-21931440.
Samstag, 2. April 2011 | 11 Uhr
„Metropolis. Bericht aus Frankfurt - Innenräume aus dem Bankenviertel"
Spezialführung zur Ausstellung Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China" von Prof. Wolfgang Rang (Professor an der FH Frankfurt)
Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen zu den Ausstellungen finden jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr und jeden zweiten Sonntag um 16.30 Uhr statt.
Gebühr: 2 € zzgl. Eintritt.
Vorträge und Gespräche
Samstag, 16. April 2011 | 15 Uhr
Ausstellungsgespräch zu Dierk Schmidt: IMAGE LEAKS
mit Georg Bussmann (ehem. Direktor Frankfurter Kunstverein 1970-1980), Reiner Diederich (Vorsitzender KunstGesellschaft) und Holger Kube Ventura (Direktor Frankfurter Kunstverein)
In raumgreifenden Bildserien zu ökonomisch-politischen Themen geht es Dierk Schmidt um eine erweiterte Definition von Malerei als einem Medium, mit dem gesellschaftliche Auseinandersetzungen geführt und streitbare Interessenlagen offen gelegt werden können.
Das Ausstellungsgespräch zwischen Prof. Dr. Georg Bussmann (ehem. Direktor Frankfurter Kunstverein 1970-80), Prof. Reiner Diederich (Vorsitzender der KunstGesellschaft, Frankfurt) und Dr. Holger Kube Ventura (Direktor Frankfurter Kunstverein) geht der Frage nach, wie sich künstlerische Bilder mit tagespolitischen Ereignissen und deren geschichtlichen Hintergründen beschäftigen können.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der KunstGesellschaft, Frankfurt am Main
Eintritt frei
Ort: Frankfurter Kunstverein
Mittwoch, 27. April 2011 | 19 Uhr
„Die Utopie als Modell? Entwicklungen, Hintergründe und Perspektiven städtischer Entwicklungen in China"
Vortrag von Doris Fischer (Ökonomin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik)
Chinas Städte haben sich in den letzten Jahrzehnten in atemberaubender Weise entwickelt und die Urbanisierung schreitet weiter voran. Bevölkerungsdruck, Immobilienspekulationen und regionaler Wettbewerb treiben diese Entwicklung.
Zugleich klafft die soziale Schere immer weiter auseinander und die Umweltprobleme in den Städten werden immer offensichtlicher. Neue Stadtutopien zielen auf ‚Eco-Cities‘ und neue Wachstumsmodelle, müssen aber ihre Nachhaltigkeit noch unter Beweis stellen.
In ihrem Vortrag spricht Dr. Doris Fischer über Entwicklungen, Hintergründe und Perspektiven städtischer Entwicklungen und stellt die Frage nach der Utopie als Modell.
Dr. Doris Fischer ist Ökonomin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik in Bonn. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Themengebiete „Innovationssysteme und Nachhaltigkeit" und „Herausforderungen des wirtschaftlichen Aufholprozesses Chinas".
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Ausstellungen
Dierk Schmidt: „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource"
bis 8. Mai 2011
Die Ausstellung von Dierk Schmidt (geb. 1965) lässt durch die Verbindung von neu produzierten mit älteren, thematisch verwandten Arbeiten ein pointiertes Bild ökonomisch-politischer Zusammenhänge entstehen.
Zentral ist für Schmidt die Frage, wie sich künstlerische Bilder mit tagespolitischen Ereignissen und deren geschichtlichen Hintergründen beschäftigen können.
Über das bloße Abbilden geschichtlicher Ereignisse hinaus geht es ihm um eine erweiterte Definition des Historienbildes, nämlich die permanente Überprüfung aktueller Bezüge des Historischen im Heute.
In seinen raumgreifenden malerischen und textbasierten Bildserien erprobt er die Möglichkeiten einer kritischen Malerei. Diese begreift Schmidt als ein Medium, in dem Auseinandersetzungen geführt und streitbare Interessenlagen offengelegt werden können.
Ausgangspunkt vieler Projekte von Dierk Schmidt sind Bedingungen der Kunstproduktion vor dem Hintergrund größerer wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge.
Oft liegt sein Fokus auf der Imageproduktion und den einhergehenden Bildpolitiken von Regierungen, multinationalen Konzernen oder Medienkonglomeraten, die er als Nachfolgeinstanzen herrschaftlicher Repräsentationsformen vergangener Jahrhunderte begreift.
So wirft die neu produzierte Arbeit „IMAGE LEAKS - Zur Bildpolitik der Ressource" die Frage auf, ob und wie künstlerische Bildstrategien jener Bildpolitik entgegengesetzt werden können, die im Rahmen des vom multinationalen Ölkonzern BP zu verantwortenden Desasters im Golf von Mexiko 2010 zu beobachten war.
Schmidt vertraut bei seinem Ansatz darauf, dass die vergleichende, analytische Darstellung konkurrierender Imagekampagnen - des Ölkonzerns BP, der Konzerngegner, aber auch der US-Regierung -, in letzter Instanz das „brand washing" von BP zu stören vermag.
Kurator: Holger Kube Ventura
Die Ausstellung von Dierk Schmidt wird gefördert durch die Stiftung Kunstfonds
Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"
bis 8. Mai 2011
Im Zentrum der Ausstellung steht die Präsentation des Dokumentarfilms „Metropolis. Report from China" von Maya Schweizer (geb. 1976) und Clemens von Wedemeyer (geb. 1974). Die Recherche für das gemeinsame Projekt einer Neuverfilmung des Filmklassikers „Metropolis" von Fritz Lang führte die beiden Künstler im Jahr 2004 nach Shanghai und Beijing.
Hier entstand der Dokumentarfilm „Metropolis. Report from China", der Einblicke in das explodierende Wachstum dieser modernen chinesischen Metropolen gibt und die Auswirkungen des scheinbar grenzenlosen Modernisierungs- und Fortschrittsdrangs befragt.
Schweizer/von Wedemeyer stellen in ihrem Film Bezüge zu sozialkritischen Themen und den architektonischen Schauplätzen der historischen Vorlage her. So dokumentiert der Film in seinen Bildern sowie in Gesprächen und Interviews mit den für den Bau dieser Mega-Städte verantwortlichen Arbeitern und Architekten das von sozialer Ungleichheit bestimmte Stadtgefüge.
„Metropolis. Report from China" ist ein künstlerischer Vergleich der Lang'schen Utopie der 1920er Jahre mit einem kommunistischen System auf der Schwelle zu kapitalistischen
Arbeitsbedingungen. Das Projekt untersucht Aspekte des Utopischen in gebauten Umwelten und stellt dabei die Frage nach der sozialen Realität solcher Stadtutopien. Für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein nehmen die Künstler eine Neubearbeitung ihres Projekts vor und verdichten es mit Fotografien, Dias und filmhistorischen Materialien zu einer raumgreifenden Installation.
Zusätzlich wird die Arbeit „Newlaville" von Maya Schweizer gezeigt, die auf großflächigen Plakaten und als Diaprojektion Bildmotive einer Werbekampagne zur radikalen Modernisierung alter Stadtviertel in Beijing aus dem Jahr 2002 aufgreift.
Kuratoren: Holger Kube Ventura, Stefanie Spiegelhalder
Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts Thermostat statt, eine Zusammenarbeit zwischen 24 französischen centres d'art und deutschen Kunstvereinen.
Eine Initiative des Verbandes der französischen centres d'art, d.c.a und des Institut français, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das französische Kulturministerium sowie den Bevollmächtigten für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit.
Projekt-Display NoMad: Beatrice Steimer „In the shadow of young girls in blossom"
12. April - 9. Mai 2011
Eröffnung: Montag, 11. April 2011 | 19 Uhr
Im April 2011 übernehmen Elif Erkan und Young Joo Lee die Bespielung des Projekt-Displays des Frankfurter Kunstvereins in der U-Bahn Station Dom/Römer. Unter dem Namen NoMad zeigen sie dort ein Jahr lang im monatlichen Wechsel verschiedene Ausstellungen, die das Nebeneinander zwischen Raumkonzept und Kunstwerk offenlegen und es mit dem einzigartigen Charakter der Stadt verbinden.
Zum Auftakt zeigt NoMad die Arbeiten von der Künstlerin Beatrice Steimer unter dem Titel „In the shadow of young girls in blossom". Die Augenblicke der Unendlichkeit suchend, komponiert Steimer Bilderwelten von fast unerträglicher Farbenpracht. In ihrer Vielschichtigkeit versuchen diese, Zeit und Ereignis in Unendlichkeit zu verschmelzen.
Inspiriert von interkulturellen Phänomenen, der Mythologie spiritueller Reisen ins Unbewusste und „West Coastism", sucht Beatrice Steimer nach transzendentaler Authentizität, dem Unmöglichen und dem wahren Wunder - dem Meta-Wunder.
Für NoMad, wird das Schaufenster in ein allumfassendes sphärisches Ereignis verwandelt, dessen Mission es ist, die Suche nach der wahren Magie und die Suche nach dem Nektar der Unsterblichkeit zu übertragen.
Beatrice Steimer, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main
ORT: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44, D-60311 Frankfurt.
Tel. +49.69.219314-0, Fax: +49.69.21314-11
EINTRITT: 6€ regulär, 4€ ermäßigt
+++ BITTE BEACHTEN+++
Neue Öffnungszeiten ab 11. März 2011:
Di, Do, Fr: 11 - 19 Uhr | Mi: 11 - 21 Uhr | Sa, So: 10 - 19 Uhr | Mo geschlossen

