Berlin, - Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die interkulturelle Öffnung seiner Mitglieder untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind nun in einer Studie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung erschienen. Das Fazit: Die Bundeskulturverbände befassen sich überdurchschnittlich mit dem Themenfeld „Integration und interkulturelle Bildung“.
Insgesamt 62 Prozent aller antwortenden Bundeskulturverbände erklären, sich in Projekten, Veranstaltungen und in ihren Verbandspublikationen mit dem Themenkomplex „Integration und interkulturelle Bildung“ auseinanderzusetzen.
Differenziert nach den Mitgliedstypen sind es mit 83 Prozent vor allem die Verbände der Kulturvermittler, die sich diesem Themenfeld annehmen.
Dennoch zeigt die Studie auch, dass Zuwanderinnen und Zuwanderer immer noch deutlich seltener Mitglied in den Verbandsstrukturen der Bundeskulturverbände sind als Personen ohne Migrationshintergrund.
Nur 36 Prozent aller antwortenden Bundeskulturverbände geben an, dass Zuwanderer bzw. Migrantenorganisationen bei ihnen vertreten sind. Differenziert nach Mitgliedstypen sind es zumeist die Künstlerverbände mit 58 Prozent, deren Mitglieder eine Zuwanderungsgeschichte haben.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Kulturverbände in Deutschland beschäftigen sich bereits intensiv mit Fragen der Integration und der interkulturelle Bildung.
Allerdings müssen wir uns trotzdem kritisch fragen, warum immer noch relativ wenig Zuwanderer in den Bundeskulturverbände aktiv mitarbeiten. Die interkulturelle Öffnung der Kulturverbände ist, das zeigt die Studie deutlich, eine der herausragenden Zukunftsaufgaben für uns.“
Die Studie „Interkulturelle Öffnung der Bundeskulturverbände“. kann beim Bundesministerium für Bildung und Forschung kostenlos unter der Bestell-Nr.: 30563 per Post angefordert werden:
* Bundesministerium für Bildung und Forschung, Referat Öffentlichkeitsarbeit; Postfach: 30 02 35; 53182 Bonn
Telefon: 01805-262 302; Telefax: 01805-262 303
E-Mail: books@bmbf.bund.de
* oder im Internet als pdf-Datei (2 MB) heruntergeladen werden unter: http://www.bmbf.de/pub/bundeskulturverbaende.pdf
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