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Kulturstaatsminister Bernd Neumann fördert Film - und Drehbuchprojekte mit 1,885 Millionen Euro

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, fördert Film- und Drehbuchprojekte mit einem Gesamtvolumen von 1,885 Millionen Euro.

Bei den geförderten Filmprojekten handelt es sich um folgende Vorhaben:

Spielfilmprojekte


"Barbara", Hersteller: Schramm Film, Berlin, Autor/Regisseur: Christian Petzold, Fördersumme: 200.000 Euro.
DDR, Sommer 1978. Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Sie ist Ärztin und wird an ein kleines Krankenhaus strafversetzt. Ihr Geliebter im Westen hat ihre Flucht vorbereitet. Da lernt Barbara einen Arzt kennen und verliert die Kontrolle über sich, die Liebe, ihr Leben.

"Drei Zimmer, Küche, Bad", Hersteller: TeamWorx Television & Film, Ludwigsburg, Autoren: Anna und Dietrich Brüggemann, Regisseur: Dietrich Brüggemann, Fördersumme: 250.000 Euro.
Acht Freunde helfen sich gegenseitig beim Umziehen. Paare kommen zusammen, Freunde gehen, Paare trennen sich, Wohnungen werden aufgelöst, alles ist im Wandel.

"Headhunter", Hersteller: Lichtblick Media, Berlin, Autor/ Regisseur: Bastian Günther, Fördersumme: 250.000 Euro.
Trunschka, Headhunter in der Wirtschaftswelt, ist Alkoholiker. Durch seine Sucht isoliert er sich immer mehr von seiner Umwelt. Als ein Auftrag ihn nach Houston, Texas, bringt, führt ihn das in seine tiefste, innere Finsternis.

"Heute bin ich blond", Hersteller: Goldkind Filmproduktion, München, Autorin: Katharina Eyssen, Regisseur: Marc Rothemund, Fördersumme: 250.000 Euro.
Neun Perücken, neun Namen, neunmal so viele Freundinnen und Verehrer, neunmal eine andere Sophie. Doch neben neun verschiedenen Persönlichkeiten ist auch der Krebs Teil ihres Lebens.

"Invasion", Hersteller: Pallas Film, Halle/Saale, Autor/Regisseur: Dito Tsintsadze, Fördersumme: 200.000 Euro.
Nach dem Tod seiner geliebten Frau tauchen bei Josef unerwartet Besucher auf, die sich als Freunde der Verstorbenen vorstellen. Sie sorgen sich rührend um ihn, doch langsam und unaufhaltsam werden sie zu finsteren, aggressiven Eindringlingen in seinem Leben.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...
 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann fördert Film- und Drehbuchprojekte mit 1,885 Millionen Euro

Dokumentarfilmprojekte
"Aufbruch der Moderne", Hersteller: Filmgalerie 451 Filmproduktion, Berlin, Autor/ Regisseur: Heinz Emigholz, Fördersumme: 110.000 Euro.
Der Film über die Architekten Auguste Perret, Pier Luigi Nervi und Luis Baragàn bildet den Abschluss der Filmserie "Architektur als Autobiographie".

"Engelbecken", Hersteller: Gamma Bak, Berlin, Autoren/ Regisseure: Gamma Bak/Steffen Reck, Fördersumme: 30.000 Euro.
Ein persönlicher Dokumentarfilm über eine Dienstreise ohne Rückkehr - einer Flucht aus der DDR im Jahr 1988 als sich die Lebensläufe der Regisseure trafen. Toninterviews und Archivmaterial der Theatergruppe "Zinnober" aus Ostberlin.

"Forever Angel", Hersteller: Indi Film, Ludwigsburg, Autor/ Regisseur: Marcel Wehn, Fördersumme: 75.000 Euro.
Lutz Schelhorn ist Fotograf und Präsident der Hells Angels Stuttgart. "Forever Angel" begibt sich mit ihm auf die Reise zwischen Mythos und Wirklichkeit und fragt nach den Menschen unter den "Angels-Kutten".

"Die Gedanken sind frei", Hersteller: Filmtank, Hamburg, Autor/ Regisseur: Niels Christian Bolbrinker, Fördersumme: 85.000 Euro.
Seit der Erfindung von Funk und Telefon erstaunen uns Paranoiker mit ihren detaillierten Schilderungen imaginierter technischer Überwachungs- und Beeinflussungsapparate. Doch gleichzeitig wurde im Dienste der Allgemeinheit immer schon an ebensolchen Techniken geforscht und gebaut.

"Die Liebe in Zeiten der Mauern", Hersteller: A jour Filmproduktion, Berlin, Autorin/ Regisseurin: Sung-Hyung Cho , Fördersumme: 75.000 Euro.
Drei Liebesgeschichten vor dem Hintergrund der Weltgeschichte in den 1960iger Jahren zwischen Nordkoreanern, die zum Studium in die DDR gekommen waren, und jungen Frauen aus der DDR.

"Unter Schnee", Hersteller: Ma.Ja.De. Filmproduktion, Leipzig, Autorin/ Regisseurin: Ulrike Ottinger, Fördersumme: 80.000 Euro.
Ein Film zum 150. Jahrestag der deutsch-japanischen Beziehungen im japanischen Schneeland, wo acht Monate im Jahr alles in meterhohem Schnee versinkt und die Bewohner in ihrem Überlebenskampf erfinderisch gemacht hat.

"Was bin ich wert? Der Mensch als Ware und Rohstoff", Hersteller: Bildersturm Filmproduktion, Köln, Autoren: Peter Scharf/ Jörn Klare, Regisseur: Peter Scharf, Fördersumme: 100.000 Euro.
Was bin ich wert? Lässt sich der Mensch in Geld aufwiegen? Der Film möchte es genau wissen. Er stößt auf ökonomische Abgründe und ethische Minenfelder. Seine Erkenntnisse sind grausam, absurd und bisweilen auch komisch.

Als Drehbuchprojekte wurden gefördert
"F wie Fittko", Autor: Loren Marsh, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Der 17jährige Loren hinterfragt die Erzählungen seiner Großtante Lisa Fittko über ihre Zeit im Widerstand gegen die Nazis und ihr Leben auf Kuba.

"Glückliche Reise!", Autor: Andreas Sinakowski, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
1998 reisen Susan Mayer und Trudie Gaertner aus New York zum ersten Mal seit ihrer Emigration wieder nach Berlin. Doch das Wiedersehen mit ihrer Geburtsstadt gerät zum Debakel, als die 52 Jahre nach Kriegsende aus der Spree auftauchende Leiche von Susans Vater die Familie jäh zum Zentrum eines tragikomischen Skandals macht.

"Ein Himmel voller Eskimos", Autorin: Michaela Beck, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Die 13jährige Martha lebt in einer Patchwork-Familie. Was für Außenstehende wie ein lustiges Leben aussieht, ist für sie und ihre Halbbrüder eine enorme Anpassungsleistung.

"Hotel Lounge", Autorin: Isabelle Stever, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Ein Luxushotel im arabischen Krisengebiet. Die deutsche Entwicklungshelferin Dorothea beginnt eine Affäre mit dem wesentlich jüngeren Libanesen Alec. Als sie berufliche Schwierigkeiten bekommt, eskalieren auch die Konflikte in der Liebesbeziehung.

"Sicherheitsrisiko - Ein Sympathisant", Autor: Martin Weinhart, München, Fördersumme: 30.000 Euro.
In den Nachwehen des Deutschen Herbstes wird ein Gefängnisarzt in den Hungerstreik von vier Terroristinnen involviert. Seinem ärztlichen Ethos verpflichtet, stellt er sich rückhaltlos an ihre Seite. Dabei gerät er zwischen alle Stühle.

"Topgirl", Autorin: Tatjana Turanskyj, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.
Mascha ist selbstständige Sexarbeiterin. Erst als sie einen Knoten in ihrer Brust entdeckt, beginnt sie über sich und ihr Leben und die Zukunft ihrer Tochter nachzudenken.

Die Auswahl der Projekte aus 57 programmfüllenden Film- und 56 Drehbuchprojekten, die zum 1. September 2010 eingereicht worden waren, erfolgte auf Vorschlag der Jury "Produktionsförderung A" (programmfüllende Spiel- und Dokumentarfilmvorhaben).

Diese tagte in folgender Zusammensetzung:

Jutta Brückner (Regisseurin/Produzentin/Berlin), Georg Miros (Verleiher/Berlin), Ralf Schenk (Vorsitzender/Filmkritiker/Erkner), Herbert Schwering (Produzent/Köln), Jan Schütte (Regisseur/Produzent/Berlin), Linda Söffker (Filmwissenschaftlerin/Berlin) und Christian Wagner (Regisseur/Produzent/München).

Der nächste Einreichtermin ist der 1. März 2011. Die Richtlinie und die Antragsformulare sind im Internet unter www.kulturstaatsminister.de abrufbar.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...