"Surrealismus ist die magische Überraschung, in dem Schrank, aus dem man ein Hemd holen wollte, einen Löwen zu finden", hat die mexikanische Malerin Frida Kahlo einmal gesagt. Das Publikum wird überrascht von einer modernen, voll im Leben stehenden Frau.
Die Protagonistin, die keinen Zug verpassen will und durch das Chaos des täglichen Lebens hetzt, plant eigentlich nur, sich für ein Kostümfest zu verkleiden.
Doch sie kehrt verwandelt in ihre Welt zurück, als sie das Kostüm der Frida Kahlo wieder auszieht. Für ihre Hommage an Frida Kahlo hat die Theaterautorin Beate Sarrazin Facetten aus dem Leben der mexikanischen
Malerin mit Szenen aus dem Alltag einer modernen Frau verwoben.
Frida Kahlo ist ein Sprachrohr des Schmerzes in einem Jahrhundert, dass sehr viele Leiden gesehen hat. "Ich bin nicht krank, ich bin zerbrochen", schreibt sie wenige Tage vor ihrem Tod, "aber solange ich malen kann, bin ich froh, dass ich am Leben bin."
Auf aufwendige Dekorationen wird verzichtet, Spielorte und Requisiten entstehen durch Vorstellungskraft. Die Atmosphäre des Stücks ist feinfühlig, unmittelbar und hautnah.
"Theater Anderswo"
Im Jahre 2009 gründete Beate Sarrazin das Wohnzimmertheater in Erkrath. Eine internationale Ausrichtung gehört genauso zum Programm wie die Zusammenarbeit mit Musikern, Tänzern und Malern. Die Inszenierungen sind stets eine Reise in die Gedankenwelt interessanter Charaktere, die mit der Achterbahn des Lebens konfrontiert werden.
Schon seit 1999 reist die Schauspielerin mit diversen Stücken durch die Welt und verzaubert ihre Zuschauer. Seit der Gründung des Theater Anderswo spielt sie auch Stücke für die Kleinsten unter uns.
Samstag, 22.10.2011, Beginn: 20.00 Uhr
Kulturfabrik Moabit / Fabriktheater
Lehrterstr.35, 10557 Berlin
Tel.: 0303975056
Infos: www.beatesarrazin.de
theateranderswo@web.de

