Gesellschaft Freunde der Künste

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KULTURPOLITISCHE GESELLSCHAFT

Kultur für alle oder Produktion der "feinen Unterschiede"? - Ist das ehrwürdige Ziel der "Kultur für alle" eine Illusion?

Kulturelle Bildung ist als grundlegender Teil der Persönlichkeitsentwicklung, der Allgemeinen Bildung und inzwischen sogar der beruflichen Bildung anerkannt. Alle, die für die kulturelle Bildung arbeiten, sind davon überzeugt, dass sie damit den Menschen etwas Gutes tun.

Aber das schulische ebenso wie das außerschulische ästhetisch-kulturelle Bildungssystem sind kein herrschaftsfreier Raum. Die Künste, die auf sie bezogene kulturelle Bildung und die damit verbundenen Normen und Werte haben gesellschaftliche Funktionen - Integrations-/Inklusionsfunktionen ebenso wie Abgrenzungs-/Exklusionsfunktionen.

Auf die "Distinktionsgewinne" durch kulturelle Habitusmerkmale hat der Kultursoziologe Pierre Bourdieu schon Ende der 1970er Jahre hingewiesen. Ist das ehrwürdige Ziel der "Kultur für alle" eine Illusion?

Was muss getan werden, damit kulturelle Bildung ihrem Anspruch auf demokratische Chancengleichheit der Teilhabe an Kunst und Leben gerecht wird?

Oder löst sich die traditionelle Verbindung zwischen gesellschaftlichen Eliten, den Erscheinungsformen der Hochkultur und ihrer Nutzung sowieso schon auf, wie die Ergebnisse aktueller Elitenforschung in Deutschland vermuten lassen? Und was bedeutete das für die Zukunft kultureller Bildungsansätze?

Die Tagung zielt auf eine kritische Durchleuchtung der Ziele, Inhalte und Methoden kultureller Bildung mit Blick auf ihre angenommenen und tatsächlichen gesellschaftlich strukturellen Wirkungen.

Sie ist gedacht für alle, die sich in Theorie, Praxis und Politik für die Wirklichkeit hinter den Behauptungen der gängigen Diskurse um kulturelle Bildung interessieren.

(Kooperations-)Tagungen der KuPoGe und ihrer Regionalgruppen

Quelle und weitere Informationen:
http://www.kupoge.de/veranstal...  

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