Krieg in Berlin - Am Montagmittag 5.3.2012 haben Mitarbeiter der Berliner Zaunbaufirma Lahr, Gawron GmbH den Haupteingang des Kunsthauses Tacheles ausgemessen, um dort einen Zaun zu errichten.
Damit befänden sich die 30 Ateliers, diverse Ausstellungsräume und ein Theatersaal sowie mehr als 50 im Tacheles arbeitende Künstler mit ungekündigten Verträgen und deren Kunstwerke hinter Gittern.
Für das umfangreiche, von tausenden Interessierten täglich besuchte, Programm des Kunsthauses, wie die gerade stattfindende Tacheles Biennale 2012 und deren zahlreiche Rahmenveranstaltungen, würde die Einzäunung des Eingangs- und Fluchtweges das unmittelbare Aus bedeuten.
Der Auftrag für die Sperrung des Tacheles ohne gerichtliches Urteil ergeht durch die Anwälte (Schwemer. Titz und Tötter sowie RA Michael Schulz) der HSH Nordbank und mutmaßlicher Weise der Investoren Jagdfeld und Harms Müller Spreer, die das Kunsthaus Tacheles ohne Räumungstitel gegen die Künstler "kalt" räumen sollen. Es ist nicht davon auszugehen, dass für die Zaun- oder Maueranlage eine Baugenehmigung oder Erlaubnis des Denkmalamtes vorliegt.
Die Künstler des Tacheles bewachen nunmehr das Haus und speziell die Notausgänge und Eingänge 24 Stunden täglich. Die Baubehörden wurden eingeschaltet und die Künstlergemeinschaft Tacheles ruft auf
Solidaritätserklärungen an die Verantwortlichen zu versenden.
Das Programm des Kunsthauses wird trotz drohender Schließung weiter fortgesetzt. Neben der großen internationalen Ausstellung findet im Rahmen der Tacheles Biennale 2012 am Donnerstag um 20 Uhr eine Lesung diverser Berliner Autoren statt, am Freitag um 20:30 Uhr eine Kinovorführung des spanischen Films "Und dann der Regen" und am Samstag ab 18 Uhr die Infoveranstaltung "Pankow in Not" statt.
Linda Cerna (0151 25699371 Martin Reiter (0163 1565916)
Kunsthaus Tacheles
Oranienburger Str. 54-56a
D-10117 Berlin
Tel. +49 (0)30 28 26 185
www.tacheles.de
office@tacheles.de


Das Bild weißt nur darauf hin was die Verantwortlichen mit dem Kunsthaus Tacheles vorhaben