Das Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo startet mit der Einspielung der 6. und 7. Symphonien einen vollständigen Zyklus aller Symphonien von Heitor Villa-Lobos auf Naxos "This orchestra is a force to be reckoned with." Daily Telegraph, August 2012
Südamerika ist auch musikalisch ist im Aufbruch. Mit selbstverständlicher Spielfreude und Begeisterung bereichern die Orchester nun die Musiklandschaft mit einer einzigartigen Mischung von Musikkultur europäischer Einwanderer und eigenem Rhythmus. Als "klingender Schmetterling" verkörpert das brasilianische Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo (OSESP), das "aufstrebende Sinfonieorchester der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo"(Frankfurter Rundschau) die musikalische Weltklasse im Schwungrad des erstarkenden Kontinents. Das "spannendste Orchester Südamerikas" (Gießener Allgemeine) wurde bei Konzerten mit ihrer Chefdirigenten Marin Alsop im August dieses Jahres u.a. in London (BBC Proms), Wiesbaden (Rheingau Musik Festival) und Amsterdam mit stehenden Ovationen gefeiert.
Auf dem Programm des musikalischen Botschafters stand mit Momoprecoce für Klavier und Orchester (am Flügel kein geringerer als der brasilianische Altmeister Nelson Freire) auch ein Werk von Villa-Lobos. Heitor Villa-Lobos (1887-1959) gilt als einer der wichtigsten Komponisten Lateinamerikas. Am bekanntesten sind seine Choros und Bachianas Brasileiras. Seine 12 Symphonien, von denen die 5. verschollen ist, sind jedoch selbst in Brasilien in Vergessenheit geraten. Das Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, durch die Einspielung aller Symphonien, die Aufmerksamkeit für die musikalische Qualität der Werke und ihres Schöpfers zu schärfen.
Der Villa-Lobos Zyklus ist ein groß angelegtes Projekt, das in São Paulo mit großer Sorgfalt durchgeführt wird. Die Aufnahmen der 11 erhaltenen Symphonien werden sukzessiv auf sechs CDs eingespielt, die auf Naxos erscheinen. Als Dirigent für die Aufnahmen konnte der Brasilianer und Villa-Lobos Kenner Issac Karabtchevsky gewonnen werden.
Die erste CD der Reihe (mit Aufnahmen der 6. und 7. Symphonien) ist am 27. August erschienen. Die 6. Symphonie markiert den Beginn seines reifen symphonischen Stils. Villa-Lobos entwickelt darin einige seiner musikalischen Themen aus den Konturen der brasilianischen Hügel und Berge. Dafür hat er eigens ein Verfahren entwickelt, um eine Melodie mithilfe eines graphischen Diagramms zu erhalten.
Die 7. Symphonie ist für großes Orchester geschrieben und ist eines seiner ehrgeizigsten und zugleich bedeutendsten Werke. Beide Symphonien zeigen den großen Wunsch des Komponisten, eine spezifisch brasilianische zu erfinden. Die zweite Folge des Villa-Lobos Marathons (3. und 4. Symphonie) wird im März 2013 erscheinen. Der Abschluss des Zyklus ist für das Jahr 2016 vorgesehen.
Der Beginn des Villa-Lobos Zyklus ist die Gelegenheit, sich auf die nächste Europatournee dieses Orchesters einzustimmen: Im Oktober 2013 gastiert das Symphonieorchester von São Paulo in Frankfurt Main anlässlich der Eröffnung der Buchmesse, die Brasilien 2013 im Focus hat. Weitere Stationen sind u.a. Paris, Köln, Salzburg und Linz.
Weitere Informationen unter:
www.osesp.art.br, www.naxos.de
2013 Tourneedaten in Europa
07. Oktober 2013 - Paris - Osesp Commission / Chopin / Mahler
08. Oktober 2013 - Frankfurt (Frankfurt Book Fair, Brazil focus)
09. Oktober 2013 - Köln
16. Oktober 2013 - Salzburg
17. Oktober 2013 - Salzburg
18. Oktober 2013 - Salzburg
20. Oktober 2013 - Linz
Programm Salzburg
16. Oktober 2013
Brasilianisches Einleitungsstück
Chopin: Klavier Konzert Nr. 2, op. 21
Camargo Guarnieri: Symphony Nr. 4 (Leonard Bernstein gewidmet)
Bernstein: Symphonic Dances from West Side Story
17. Oktober 2013
Brasilianisches Einleitungsstück
Chopin: Klavierkonzert Nr. 2, op. 21
Mahler, Symphony No. 1 in D-Dur
18. Oktober 2013
Brasilianisches Einleitungsstück
Chopin: Klavier Konzert Nr. 2, op. 21
Camargo Guarnieri: Symphony Nr. 4 (Leonard Bernstein gewidmet)
Bernstein: Symphonic Dances from West Side Story
Konstantin Peiper
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Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo © Desiree Furoni