„Heras-Casado gehört zu jener Gruppe jüngerer Musiker, die mit geweitetem Horizont arbeiten.“ (Neue Zürcher Zeitung)
Am Ende eines ereignisreichen Jahres steht auch bei Pablo Heras-Casado die Freude. Gerade von seinem „vielversprechenden Debüt“ (New York Times) an der New Yorker Met zurückgekehrt, bringt der von Musical America zum Dirigenten des Jahres 2013 gewählte Spanier das alte Jahr zu einem fulminanten Abschluss: mit der Neunten Symphonie Beethovens am 31. Dezember in der Staatsoper im Schillertheater am Pult der Staatskapelle Berlin
Mit dem Neujahrskonzert am 1. Januar 2014 ist dieses Programm Auftakt zum freudigen Ausblick auf viele spannende Herausforderungen für Pablo Heras-Casado im kommenden Jahr:
Denn auch 2014 widmet sich der junge Dirigent einem breitgefächerten Repertoire mit feinem Gespür für das der Musik Immanente. Pablo Heras-Casado, der sich in seiner Jugend intensiv mit der Musik des Barock auseinandergesetzt hat, liegt insbesondere die historisch informierte Aufführungspraxis am Herzen. Dass sich diese nicht nur auf die Alte Musik anwenden lässt, sondern auch auf Werke des 19. Jahrhunderts und anderer Epochen, hat er 2013 in den Aufführungen von Verdis Opern Rigoletto und Les vêpres siciliennes sowie gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester auf der neuen Aufnahme von Schuberts Dritter und Vierter Symphonie (harmonia mundi France) gezeigt.
Konzerte in Deutschland
Mit dem Freiburger Barockorchester startet er im April 2014 ein Schumann-Projekt, in dem er mit der gleichen historischen Präzision und den großartigen Solisten Isabel Faust, Jean-Guihen Queyras und Alexander Melnikov Schumanns Solo-Konzerte für Violine, Cello sowie Klavier originalgetreu und gleichzeitig modern-transparent interpretiert (Konzerte u. a. in Freiburg, Köln, Stuttgart, Wien, Berlin). Gespannt sein kann man auch auf Mozarts Zauberflöte, die er mit diesem Klangkörper in Aix-en-Provence zur Aufführung bringen wird.
Aber auch Zeitgenössische Musik profitiert von diesem historischen Ansatz, wie mit dem Ensemble intercontemporain im Januar in Amsterdam, Paris und Antwerpen mit einem neuen Werk von Ives Chauris zu hören ist. In Amsterdam ist er zudem wieder Gast beim Royal Concertgebouw Orchestra, wo er im Februar gemeinsam mit Janine Jansen den Bogen von Sibelius bis Szymanowski spannen wird.
Konzertauswahl im Überblick:
31. Dezember 2013, 19.00 Uhr, Berlin, Staatsoper im Schillertheater
1. Januar 2014, 16.00 Uhr, Berlin, Staatsoper im Schillertheater
Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Anna Samuil, Sopran
Anna Lapkovskaja, Mezzosopran
Stephan Rügamer, Tenor
René Pape, Bassbariton
Staatskapelle Berlin
Staatsopernchor
Pablo Heras-Casado, Dirigent
11. Januar 2014, 14.15 Uhr, Amsterdam, Concertgebouw
Dallapiccola: Piccola Musica Notturna
Maderna: Serenata Nr. 2
Schönberg: Gurrelieder, Lied der Waldtaube
Chauris: Un minimum de monde visible (Auftragswerk des Ensemble intercontemporain, Uraufführung)
Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen
Susan Graham, Mezzosopran
Ensemble intercontemporain
Pablo Heras-Casado, Dirigent
12. Februar 2014, 20.15 Uhr, Amsterdam, Concertgebouw
13. Februar 2014, 20.15 Uhr, Amsterdam, Concertgebouw
15. Februar 2014, 20.15 Uhr, Rotterdam, De Doelen
16. Februar 2014, 14.15 Uhr, Amsterdam, Concertgebouw
Schostakowitsch: Festouvertüre op. 96
Szymanowski: Violinkonzert Nr. 1
Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Janine Jansen, Violine
Royal Concertgebouw Orchestra
Pablo Heras-Casado, Dirigent
13. März 2014, 20.15 Uhr, Rotterdam, De Doelen
14. März 2014, 20.15 Uhr, Rotterdam, De Doelen
15. März 2014, 20.15 Uhr, Rotterdam, De Doelen
16. März 2014, 19.00 Uhr, Essen, Philharmonie
Strawinski: Pulcinella Suite
Haydn: Cellokonzert C-Dur Hob. VIIb:5
Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100
Sol Gabetta, Cello
Rotterdam Philharmonic Orchestra
Pablo Heras-Casado, Dirigent
10. April 2014, 20.00 Uhr, Neumarkt, Historischer Reitstadel
11. April 2014, 19.30 Uhr, Schweinfurt, Theater
12. April 2014, 20.00 Uhr, Freiburg, Konzerthaus
13. April 2014, 20.00 Uhr, Köln, Philharmonie
17. April 2014, 20.00 Uhr, Stuttgart, Liederhalle
23./24. April 2014, 19.30 Uhr, Wien, Konzerthaus
7. Mai 2014, 20.00 Uhr, Berlin, Philharmonie
Schumann:
Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52
Konzert für Klavier a-Moll op. 54
Konzert für Violine d-Moll WoO 1
Konzert für Violoncello a-Moll op. 129
Isabelle Faust, Violine
Jean-Guihen Queyras, Violoncello
Alexander Melnikov, Klavier
Freiburger Barockorchester
Pablo Heras-Casado, Dirigent
02.-23. Juli 2014, Festival d’Aix-en-Provence
Mozart: Die Zauberflöte
Simon McBurney, Regie
Freiburger Barockorchester
Pablo Heras-Casado, Dirigent
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Pablo Heras-Casado hat 2014 viele spannende Projekte. © Felix Broede