Mit einem Konzert am 27.1.2012 um 20 Uhr im Haus des Rundfunks leistet das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin einen Beitrag zum 14. Ultraschall-Festival für Neue Musik, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und dem kulturradio des rbb. Neben dem RSB sind an diesem Konzert auch die Neuen Vocalsolisten Stuttgart beteiligt. Auf dem Programm stehen Werke von Tiziano Manca, Manuel Hidalgo, Ondrej Adámek und José-Maria Sánchez-Verdú. Die musikalische Leitung hat Peter Rundel.
Am Anfang steht die Uraufführung eines Auftragswerkes für Deutschlandradio Kultur von Tiziano Manca. Für das Orchesterwerk „Attimo e storia“ erarbeitete der Komponist verschiedene Klangfarben und deren Verschmelzungsmöglichkeiten in Zeit und Raum. Manuel Hidalgo thematisiert in seinem Vokalwerk „Cuatro citas de Juan Goytisolo“ die Rolle des geplagten Künstlers innerhalb der Gesellschaft.
Der tschechische Komponist Ondrej Adámek, derzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, beschreibt in „Jardin Perdu“ für drei Stimmen und großes Orchester die unausweichliche Zerstörung von Naturparadiesen durch den Menschen: eine selbstverschuldete Vertreibung aus dem Paradies.
In den zwei abschließenden Werken von José-Maria Sánchez-Verdú geht es um Schrift und deren künstlerische Form. Vertonte der Komponist in „SCRIPTURA ANTIQVA“ sieben lateinische Grabinschriften, die in ihrer Form als Gesamtzyklus im Konzert zur Uraufführung kommen, transkribierte er in „MURAL“ (das statt des ursprünglich vorgesehenen Werkes „Elogio del tránsito“ zur Aufführung kommt) kalligraphische Kunstwerke von Wandflächen im arabischen Kulturraum in die zeitliche Abfolge musikalischer Klänge.
Deutschlandradio Kultur überträgt das Konzert live (in Berlin auf 89,6 MHz).
Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter www.dradio.de/ultraschall
| Ultraschall – Das Festival für Neue Musik Freitag, 27. Januar 2012, 20.00 Uhr Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal | ||||||||
Peter Rundel (Leitung)
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Foto Peter Rundel (c) Henrik Jordan