„Massimo Giordanos natürlich fließender, sicher sitzender Tenor besitzt Strahlkraft und Durchsetzungsvermögen, ohne auf bel canto-Kultur verzichten zu müssen.
Er erweist sich als exzellent phrasierender Sänger mit hoher Legatokultur und bemerkenswerten gestalterischen Fähigkeiten; eine Stimme die aus einer Stimmtradition stammt, die man heutzutage viel zu selten im italienischen Repertoire zu hören bekommt“, schrieb bereits 2004 Uwe Schneider auf klassik.com.
Seitdem hat der italienische Tenor Massimo Giordano längst die Opernhäuser in aller Welt mit seinen stimmlichen und darstellerischen Qualitäten erobert. Nun ist er an der Deutschen Oper Berlin ab dem 23. Oktober erstmals in der Titelrolle von Verdis „Don Carlo“.
Eine Lieblingspartie von Massimo Giordano, mit der er sich aber Zeit gelassen hat, denn er wollte sich stimmlich wirklich reif für den Don Carlo fühlen. In Marco Arturo Marellis Inszenierung sieht er die Figur als „ein verwöhntes Kind“, der auch als junger Mann noch nicht gelernt hat, dass es Realitäten im Leben gibt, denen er sich zu beugen hat.
Mit dem Vater fechte er einen fast animalisch anmutenden Kampf um die Vormachtstellung aus, einen Kampf, dem auch die Liebe zu Elisabeth unterworfen ist. Verdis düstere Oper wird an der Deutschen Oper von Donald Runnicles dirigiert.
Am 5. November wird Massimo Giordano zudem bei der 18. Festlichen Operngala zugunsten der AIDS-Stiftung mitwirken. Anschließend ist er dann am Gewandhaus Leipzig im Großen Concert unter Michail Jurowski und an der Hamburgischen Staatsoper als Alfredo Germont in „La Traviata“ zu erleben.
Später in der Saison stehen als weitere Höhepunkte der Don José an der Oper Zürich und an der Wiener Staatsoper sowie der Cavaradossi bei den Münchner Opernfestspielen in seinem Terminkalender.
Premiere am 23. Oktober 2011
Weitere Vorstellungen am 26., 29. Oktober und 2., 9., 12. November sowie
am 5. November, Deutsche Oper Berlin
Mitwirkung bei der 18. Festlichen Operngala für die AIDS-Stiftung
Weitere Infos unter www.massimogiordano.com
Dr. Christine Villinger
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