Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

mit dabei: Jazzkonzerte, Filmabende, Ballettaufführungen

Konzert Klassik: MARTINU FESTTAGE Basel – Auserlesene Musik in der Stadt am Rhein vom 13. bis 26. November

Vom 13. bis 26. November finden in Basel zum 17. Mal die MARTINŮ
FESTTAGE statt. Das „kleinste und feinste [Festival] seiner Art“ lockt mit auserlesener Musik jedes Jahr zahlreiche Musik- und Kulturliebhaber in die Stadt am Rhein.

Auch dieses Jahr gelang es dem Pianisten Robert Kolinsky und seinem Team, hochkarätige Musiker und Kulturschaffende für die Festtage zu gewinnen. Es ist das erklärte Anliegen des Festivals, international angesehene Künstler zu begeistern, Martinůs Musik in die Welt hinauszutragen.

Zu den diesjährigen Höhepunkten zählen die Konzerte der französischen Pianistin Hélène Grimaud, des deutschen Jazzers Rolf Zielke und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Heinrich Schiff mit dem
Schweizer Solisten Christian Poltéra.

Die Festtage stehen unter dem Patronat von Bundesrat Didier Burkhalter und Václav Havel, dem ehemaligen tschechischen Präsidenten.


Die MARTINŮ FESTTAGE finden nicht zufällig in Basel statt. Bohuslav Martinů fand hier in seinen letzten Lebensjahren eine Heimat und schrieb in dieser Zeit einige seiner bedeutendsten Werke – ein würdiger Ort also, um den tschechischen Komponisten zu ehren und seine Musik in fein abgestimmten Programmen aufzuführen.

Bundesrat Didier Burkhalter übernimmt ab diesem Jahr das Patronat von seinem Vorgänger Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger.

Neben klassischen Kammer- und Orchesterkonzerten stehen auch dieses Jahr wieder Jazzkonzerte, Filmabende, Ballettaufführungen sowie zeitgenössischer Tanz auf dem Programm – eine Vielfalt, die durch das abwechslungsreiche OEuvre Martinůs möglich wird.

Die unterhaltsamen Familienkonzerte, welche
Musik und Erzählerisches verknüpfen, sprechen besonders ein jüngeres Publikum an. Dank ihrer Konstanz und dem hohen künstlerischen Niveau haben sich die MARTINŮ FESTTAGE zu einem festen Kulturbestandteil Basels entwickelt.


Bundesrat Burkhalter, Hélène Grimaud und Kurt Aeschbacher ehren
Bohuslav Martinů In diesem Jahr werden die MARTINŮ FESTTAGE zum ersten Mal mit einem Jazzkonzert eröffnet.


Im aussergewöhnlich besetzten Trio entwickeln die virtuosen Berliner Jazzmusiker Rolf Zielke (Klavier), Stephan Braun (Cello) und Stephan Abel (Saxophon) einen ganz neuen Groove der Werke Martinůs und Händels. Kurt Aeschbacher erzählt im Rahmen des Familienkonzerts das Leben des tschechischen Komponisten.

Szenisch und musikalisch werden die Erzählungen erlebbar durch Schauspieler des Gymnasiums Liestal und Preisträger der Musikschulen Basel-Land unter der Leitung von Bernhard Dittmann. Ein Höhepunkt der Festtage ist das Konzert der weltberühmten französischen Pianistin Hélène Grimaud und des deutschen Cellisten Jens-Peter Maintz.

Im reizvollen Programm wird die gewichtige Sonate von Johannes Brahms den raffinierten, leichtfüssigen Miniaturen von Martinů gegenübergestellt. Im Rahmen des Filmabends präsentiert die tschechische Regisseurin Olga Sommerová ihren Dokumentarfilm „Keep the Rhythm“. Über ein Jahr begleitete sie das ambitionierte Tanzprojekt der Choreografin Eva Blažíčková:

90 Schüler sollten zu Martinůs mitreissendem "Spalíček - die Märchenkiste" das Tanzen lernen. Der Film zeigt die wundersame Wandlung desinteressierter, tapsiger Jugendlicher zu begeisterungsfähigen und körperbewussten jungen Tänzern.

Den Abschluss des Festivals bildet das Orchesterkonzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Heinrich Schiff mit dem Schweizer Solisten Christian Poltéra. Mit dem 1. Cellokonzert steht das mittlerweile populärste Konzert Martinůs auf dem Programm.


Bohuslav Martinů:

einer der herausragenden Komponisten des 20. Jahrhunderts
Bohuslav Martinů gehört zu den herausragenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Es gibt kaum einen Zweiten, dessen Leben nicht nur die Kulturgeschichte, sondern auch die allgemeine Geschichte der Epoche derart schillernd widerspiegelt.

Die politischen Ereignisse nach dem 2. Weltkrieg verwehrten ihm zeitlebens eine Rückkehr in seine Heimat. Martinů gilt als einer der eigenständigsten und schöpferischsten Komponisten. Seine über 400 Werke sind von seiner ureigenen Persönlichkeit geprägt.

Der Autodidakt studierte kurz bei Josef Suk in Prag und bei Albert Roussel in Paris, wo er von 1923 bis 1940 lebte. 1940 emigrierte er in die USA und lehrte bis 1953 Komposition an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten. Die Jahre danach verbrachte er abwechselnd in Frankreich, Italien und in der Schweiz. 1959 starb er in Liestal.


Martinůs Schaffen ist geprägt von einer Fülle von Einflüssen: Nebst seiner Liebe für Volkslieder prägten ihn der Jazz, Strawinsky, der französische Impressionismus und das englische Madrigal. Martinů erklärte den Charakter seiner Musik durch die Umgebung, in der er aufwuchs.

Er erlebte die Welt aus der Perspektive des hohen Kirchturms in der Stadt Polička, wo er geboren wurde und seine Jugend verbrachte. Er war stets bestrebt, dieses besondere räumliche Empfinden und die Natur, die ihn umgab, in Musik umzusetzen.

Vielleicht haben wir es dieser ungewöhnlichen Kindheit zu verdanken, dass Martinůs unvergleichliche Musik so frei und improvisiert und zugleich streng komponiert klingt.


Die MARTINŮ FESTTAGE werden ermöglicht durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren (Hauptsponsor: La Roche & Co Banquiers) und Gönner sowie durch öffentliche Förderung.


Für weitere Auskünfte und Bildmaterial
Hannes Tronsberg
MARTINŮ FESTTAGE
St. Jakobs-Strasse 17, 4052 Basel
T +41 (0)61 508 22 54
F +41 (0)61 508 22 54
hannes.tronsberg@martinu.ch

 

Bilder/Copyrights.

1) Kammerphilharmonie (c) Julia Baier

2) © Mat Hennek / DG