Neue musikalische Perspektiven eröffnen sich am 27., 28. und 29. Juni, wenn Carl Orffs berühmte «Carmina Burana» in einer Fassung für Soli, Chor, zwei Klaviere und Schlagzeug im Wiener Konzerthaus zur Aufführung kommt.
Sechs Percussionisten, darunter Martin Grubinger Junior und Senior, die Schwestern Ferhan und Ferzan Önder an zwei Klavieren, dazu als Gesangssolisten Bibiana Nwobilo, Peter Tantsits und Georg Nigl sowie als Chöre die Wiener Singakademie und der ((superar))-Kinderchor unter der Gesamtleitung von Gerald Wirth versprechen ein einzigartiges Klangerlebnis. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es am 27. Juni nun eine dritte Vorstellung.
Konzerte in Österreich
Die Bearbeitung der «Carmina Burana», einer Sammlung von im 11. und 12. Jahrhundert entstandenen Lied- und Dramentexten, fertigte Komponist und Orff-Schüler Wilhelm Killmayer an.
Die Konzerte bilden nicht nur den Abschluss der 100. Saison des Wiener Konzerthauses sowie des Zyklus „Percussive Planet“ – den es wegen des großen Zuspruchs auch in der kommenden Saison wieder gibt – sondern sind auch die letzten Konzerte für Bernhard Kerres in seiner Funktion als Intendant des Hauses: „Es ist mir eine besondere Freude an meinen letzten Abenden als Intendant so wunderbare Künstler auf der Bühne zu haben und gleichzeitig eines meiner Herzensprojekte involviert zu sehen.“ Damit spielt Kerres auf den ((superar))-Kinderchor an, der aus einer Initiative der von Kerres etablierten Outreach- & Educationabteilung des Wiener Konzerthauses hervorgegangen ist und seit 2010 gemeinsam mit den Wiener Sängerknaben und der Caritas Wien betrieben wird. Nach nur 3 Jahren feiert der Chor bereits internationale Erfolge und stand schon in China und Istanbul auf der Bühne, eine Einladung zu den diesjährigen Salzburger Festspielen gibt es ebenso.
Programmerweiterung: «Tutuguri. Poème dansé» von Wolfgang Rihm
Auf besonderen Wunsch der Mitwirkenden wurde das Konzert um einen ganz besonderen Programmpunkt erweitert: Wolfgang Rihms «Tutuguri. Poème dansé» (2. Teil) für zehn Schlagzeuger kommt noch vor der Pause zur Aufführung. Musikalisch beschreitet das Werk den „Weg vom Stil in den Klang, in den Vor-Ton“, so Rihm. Eine „musikalische Ursuppe“ bietet dem Hörer Musik in ihrem rohen, erhitzten, explosiven, animalischen und auch gewalttätigen Urzustand. Klang, Dynamik, Rhythmus und Farbe kommen in dieser kompositorischen Meisterleistung ganz besonders zum Ausdruck.
Konzerte in Wien
Programm:
Donnerstag, 27. Juni 2013, 19.30 Uhr, Großer Saal
Freitag, 28. Juni 2013, 19.30 Uhr, Großer Saal
Samstag, 29. Juni 2013, 19.30 Uhr, Großer Saal
Interpreten
Wiener Singakademie, Chor
((superar))-Kinderchor, Kinderchor
Bibiana Nwobilo, Sopran
Peter Tantsits, Tenor
Georg Nigl, Bariton
Ferhan Önder, Klavier
Ferzan Önder, Klavier
Martin Grubinger sen., Percussion
Leonard Schmidinger, Schlagwerk
Slavik Stakhov, Schlagwerk
Sabine Pyrker, Schlagwerk
Rainer Furthner, Schlagwerk
Martin Grubinger, Schlagwerk
Gerald Wirth, Dirigent
Programm
Wolfgang Rihm, Tutuguri / Poème dansé (2. Teil) (1980-1982)
Carl Orff, Carmina Burana / Cantiones profanae (Bearbeitung: Wilhelm Killmayer) (1936)
Wiener Konzerthaus Presse
Mag. (FH) Kathrin Stoiser
E-Mail: presse@konzerthaus.at
www.konzerthaus.at


Martin Grubinger Junior ist ein wahres Percussion-Wunder. Bild 1: Martin Grubinger Quelle: Wiener Konzerthaus
Bild 2: ((superar))-Kinderchor © www.lukasbeck.com
Bild 3: Martin Grubinger Quelle: Wiener Konzerthaus