Die intensive Auseinandersetzung mit dem Komponisten Gustav Mahler, die leidenschaftliche Hinwendung zu seinem Werk, die energiegeladene Umsetzung auf der Bühne – all das konnte man beim Essener Gastspiel der Bamberger Symphoniker mit Jonathan Nott im vergangenen Mai erleben. Ein Konzert, das den meisten Besuchern vermutlich in bester Erinnerung geblieben ist.
Wenige Monate später nun kehren der Dirigent und sein Orchester am Freitag, 21. Oktober 2011 zurück in die Philharmonie Essen und setzen gemeinsam mit der Sopranistin Christina Landshamer den zweijährigen Zyklus „Mahler International“ fort. Auf dem Programm steht diesmal (nach der Siebten im Mai) Mahlers vierte Sinfonie. Wie alle Sinfonien des Komponisten ist auch die Vierte längst beim Publikum angekommen, gehört dabei sogar zu den populärsten Werken Mahlers. Ganz anders bei der Uraufführung 1901 in München: Damals wurde die Sinfonie von den Zuhörern weitgehend abgelehnt, während die Kritik immerhin noch geteilter Meinung war. Mahler selbst zumindest hegte im Vorfeld der Uraufführung die Hoffnung, endlich „gehört und verstanden zu werden“. Wobei sein Optimismus anscheinend nicht grenzenlos war. Erfüllen könne sich diese Hoffnung nämlich nur „bei vorurteilsfreier und liebevoller Aufnahme unter günstigsten Umständen“. Ein Idealfall, der vor 110 Jahren wohl noch sehr weit entfernt war. – Außerdem auf dem Programm: Franz SchubertsSinfonie Nr. 7 h-Moll, D 759 „Unvollendete“.
Vor dem Konzert, das um 20 Uhr beginnt, findet um 19.30 Uhr „Die Kunst des Hörens“ – eine Konzerteinführung durch Jonathan Nott mit Orchester – statt.
Gefördert von der Kulturstiftung Essen.
Karten (Preise (€): 15,-/30,-/35,-/48,-/60,-/65,- zzgl. Systemgebühr) und Informationen unter T 02 01 81 22-200 sowie im Internet unter www.philharmonie-essen.de.
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