Mit Hans-Werner Henze feierte am 1. Juli einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart seinen 85. Geburtstag. Die Bayerische Staatsoper, der Henze seit Jahrzehnten eng verbunden ist, feiert den Musiker zu diesem Anlass auf besondere Weise: Eine Reihe von vier Kammerkonzerten und einem Chorkonzert während der Opernfestspiele sind dem Komponisten und seinem Œuvre gewidmet.
Neben seinem 1. Streichquartett von 1947 (1. Kammerkonzert) und der Kammersonate für Klaviertrio (3. Kammerkonzert) werden in einem Chorkonzert mit seinen „Moralitäten“ drei szenische Kantaten nach Fabeln Aesops (mit Texten des britischen Dichters W.H. Auden) zu hören sein. Staatsintendant Nikolaus Bachler wird als Sprecher auftreten. Höhepunkt der Kammerkonzerte ist ein Literatur-Kammerkonzert mit Musik von Mozart und Henze sowie Texten von Henze und der Schriftstellerin und langjährigen Freundin Ingebord Bachmann. In diesem 6. Kammerkonzert kommt Henzes Ballett-Pantomime Der Idiot nach Dostojewskis Roman in der Konzertfassung (Paragraphen über Dostojewski) zur Aufführung, zu der Bachmann den Monolog des Fürsten Myschkin verfasst hat. Am Pult steht Generalmusikdirektor Kent Nagano. Nagano dirigiert auch die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters und präsentiert Henzes Quintett Amicizia! sowie Mahlers 4. Symphonie in einer Fassung für Kammerorchester.
Flankiert werden die Werke Henzes in dieser Konzertserie von einem vielfältigen Programm, das von Ludwig van Beethoven über Johannes Brahms bis Carl Orff reicht. Außerdem gibt es in der Alten Pinakothek ein reines Barockprogramm (4. Kammerkonzert) sowie einen Auftritt der Munich Opera Horns (5. Kammerkonzert mit Musik von unter anderem Miroslav Srnka, Luigi Cherubini, Paul Hindemith) zu erleben. Die jungen Sänger des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper beenden ihre Saison schließlich mit Auszügen aus Idomeneo, Don Giovanni, La traviata und Faust im Rahmen eines Konzertes im Cuvilliés-Theater.
Bayerische Staatsoper
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Pressekontakt: Christoph Koch

