Nicht nur berühmte Chöre wie „Herr, unser Herrscher“ oder „Ruht wohl“ machen die „Johannespassion“ zu einem der beliebtesten Musikwerke in der vorösterlichen Zeit. In der Philharmonie Essen kommt Johann Sebastian Bachs großartige Vokalkomposition in diesem Jahr direkt am Karfreitag zur Aufführung: Am 29. März 2013, um 15 Uhr widmen sich Konrad Junghänel und sein Ensemble Cantus Cölln der Passion.
Damit ist eine der profiliertesten Formationen für Alte Musik im Alfried Krupp Saal zu Gast. Erst 2011 hat Junghänel die „Johannespassion“ auf CD eingespielt und erhielt u.a. vom Fachmagazin „Fono Forum“ viel Lob für die „emotionale Kraft der Aufnahme“ sowie deren „ganz natürliche Expressivität“. Der Dirigent selbst beschreibt seinen Zugang zur Alten Musik so: „Die Klangsprache ist am stärksten, wenn die Musik so klingt wie damals, aber wir hören das, was sie uns heute zu sagen hat. Ohne Bezug zur Gegenwart ist jede Aufführung sinnlos.“
Konrad Junghänel hat Cantus Cölln 1987 gegründet. Seitdem widmet sich das Ensemble Musik vom italienischen Renaissance-Madrigal bis zum deutschen Hochbarock. Und das überaus erfolgreich: Zahlreiche der über 35 CD-Aufnahmen wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Vor allem mit der reduzierten Besetzung trifft Cantus Cölln immer wieder den richtigen Ton. „Man kann sehr transparent musizieren, Sie können von der Artikulation, von der Emphase des einzelnen Sängers viel mehr mitnehmen als bei einem Chor“, erklärt Junghändel die Vorzüge seines Ensembles.
Aufgeführt wird in Essen die vierte und damit letzte von Bach selbst bearbeitete Fassung der „Johannespassion“ aus dem Jahr 1749. Die beteiligten Sänger (Chor und Solo) sind: Sabine Goetz (Ancilla, Sopran), Magdalene Harer (Sopran), Elisabeth Popien (Alt), Margot Oitzinger (Alt), Hans Jörg Mammel (Evangelist, Tenor), Manuel Warwitz (Servus, Tenor), Wolf Matthias Friedrich (Petrus, Pilatus, Bass) und Markus Flaig (Jesus, Bass).
Karten (Preise (€) 15,-/30,-/35,-/48,-/60,-/65,- zzgl. 10% Systemgebühr) und weitere Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.
Christoph Dittmann
Philharmonie Essen
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Konrad Junghänel© Stefan Schweiger