Benjamin Britten kehrte 1939 dem unruhigen Europa für drei Jahre den Rücken und reiste in die USA und Kanada, wo er noch im gleichen Jahr sein Violinkonzert d-Moll vollendete, in das er auch klangliche Eindrücke von einem früheren Spanienaufenthalt einfließen ließ. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin führt es am 20. Januar 2015 um 20 Uhr in der Philharmonie Berlin gemeinsam mit dem Geiger Gil Shaham auf, der ein langjähriger musikalischer Partner des Orchesters ist.
Chefdirigent Marek Janowski kombiniert Brittens Konzert mit der Sinfonie Nr. 4 c-Moll von Dmitri Schostakowitsch, die jener in einer Zeit höchster künstlerischer Not verfasste, als er plötzlich zum Regimegegner erklärt wurde und gar um sein Leben bangen musste. Schrill und marschartig hebt das Werk an, verklingt aber zum Schluss im Nichts.
Konzert in Deutschland
Im Januar 2014 war Gil Shaham zuletzt beim RSB zu Gast, damals mit Alban Bergs Violinkonzert. Der US-Amerikaner mit israelischen Wurzeln studierte u.a. in Jerusalem und New York und gilt als Experte für die zahlreichen Violinkonzerte aus den 1930er-Jahren, die er nach und nach auch für Canary Classics auf CD einspielt.
Live-Übertragung auf Deutschlandradio Kultur
Karten: 59 / 49 / 42 / 36 / 29 / 20 €
RSB-Besucherservice: 030 - 202 987 15
Konzert in Berlin
Dienstag, 20. Januar 2015, 20.00 Uhr
Philharmonie Berlin, Großer Saal
Marek Janowski, Leitung
Gil Shaham, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Benjamin Britten
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 15
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
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Chefdirigent Marek Janowski kombiniert Brittens Konzert mit der Sinfonie Nr. 4 c-Moll von Dmitri Schostakowitsch. © Felix Broede
Gil Shaham © Luke Ratray