Der niederländische Dirigent Lucas Vis, vertrauter Partner des hr-Sinfonieorchesters, präsentiert im „Forum Neue Musik“ am Freitag, 20. April, im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt ein asiatisches Programm. Solisten sind der Flötist Sebastian Wittiber und Anne-Sophie Bertrand an der Harfe, beides Musiker des hr-Sinfonieorchesters. Um 19 Uhr wird unter dem Titel „Musik im Gespräch“ in das Konzert eingeführt. Bereits um 18.30 Uhr präsentiert Ernstalbrecht Stiebler in der Goldhalle die Klangkunst-Installation „im hauch“, das im Auftrag des hr entstand. Die Aufzeichnung des Konzerts ist am 1. Mai um 20.05 Uhr in hr2-kultur zu hören.
Neben der Uraufführung des Stücks „Hochzeit der Schakale“ des türkischen Komponisten Alper Maral, ebenfalls ein Auftragswerk des Hessischen Rundfunks, stehen ein klangsensibles Orchesterwerk der Japanerin Malika Kishino sowie eine aktuelle Arbeit des Niederländers Willem Jeths in Deutschen Erstaufführungen auf dem Programm. Zugleich erinnert das Konzert an den Koreaner Isang Yun, der östliche Traditionen mit westlicher Avantgarde vereint und stellt mit „Siddhartha“ eines der Hauptwerke von Claude Vivier vor.
Der bedeutende kanadische Komponist Claude Vivier, der 1983 im Alter von nur 35 Jahren im Pariser Homosexuellenmilieu ermordet wurde, gilt als einer der ungewöhnlichsten Komponisten der Post-Avantgarde. „Siddhartha“, von der gleichnamigen Erzählung von Hermann Hesse inspiriert, entstand 1976. Nach den Worten des Dirigenten der Uraufführung 1986, Walter Boudreau, ist das Stück „von einem formalen Blickwinkel das gelungenste Werk. Direkte Musik, mit einer Perfektion geführt, die, ausgehend von einer einfachen Melodie, sich großartig in eine fantastische Galaxie von Ideen und Emotionen erweitert“.
Konzertkarten zu 16 Euro sind beim hr-Ticketcenter (Telefon 069/155-2000) und – soweit vorhanden – an der Abendkasse erhältlich. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung an der Abendkasse.
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