„So, als gibt es diese Melodie noch gar nicht, so als wäre sie nur zu ahnen. In der Partitur steht nur ein einfaches Piano. Nicht nur diese Stelle spitzte der Dirigent Markus Poschner (...) auf ihr Extrem zu. Entfesseltes archaikartiges Fortissomochaos im ersten Satz wie in der Einleitung des letzten, zarteste, tröstende Variationen im dritten und fieberhafte Gespenstigkeit im Scherzo – dies in einem unerhörten Tempo, was an der Grenze war.“ (Kreiszeitung, Konzertkritik zu Beethovens 9. Sinfonie)
An die Grenzen geht der Münchner Dirigent Markus Poschner, der seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 regelmäßig bei national und international renommierten Orchestern zu Gast ist - jüngst beim ZDF Adventskonzert mit der Staatskapelle Dresden, wo er nicht nur das Publikum vor Ort, sondern auch die Fernsehzuschauer begeisterte.
Konzerte in Österreich
Er will bei seinen Hörern ein neues Verständnis für Altbekanntes wecken. Insbesondere für seine bahnbrechenden Interpretationen der Werke Beethovens, Brahms’ und Wagners geschätzt, ist der ehemalige Assistent von Sir Roger Norrington und Sir Colin Davis nach Zwischenstation an der Komischen Oper Berlin seit 2007 Generalmusikdirektor der Freien Hansestadt Bremen. Hier sucht der Dirigent, der auch aus seiner Erfahrung als Jazzpianist zehrt, gemeinsam mit seinem Orchester nach dem Außergewöhnlichen, um daraus neuartige Spannungsfelder in der Musik und ihrer Rezeption entstehen zu lassen. Mit seinem besonderen Gespür, wie man musikalische Klassiker ins Heute holt, seiner klugen Verwendung von musikalischen Extremen und seiner eigenen Art Musik neu zu lesen, löste Markus Poschner in Bremen einen einzigartigen Publikumsboom aus.
Am 12. und 13. Februar steht Markus Poschner im Konzerthaus Wien am Pult des Wiener Kammerorchesters, um Beethovens Ouvertüre Die Geschöpfe des Prometheus sowie die 1. Symphonie in C-Dur aufzuführen. Mit diesem Programm knüpft der Dirigent an seinen Beethoven-Zyklus in Dresden an, wo er momentan gemeinsam mit den Dresdner Philharmonikern alle Symphonien des Komponisten zur Aufführung bringt.
Konzerte in Wien
Die Werke Beethovens bilden in Wien den Rahmen für das Zweite und Dritte Hornkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Solist ist Radovan Vlatkovic
Im März gehen Markus Poschner und die Staatskapelle Berlin dann mit der Opernuraufführung von Elfriede Jelineks Essay Rein Gold mit großer musikalischer Konsequenz neue Wege: Rein Goldist für Poschner „eine Kreation, assoziativ und frei, auf der musikalischen Basis von Wagners Ring, die in solchen Dimensionen noch nie gewagt worden ist“. In enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nicolas Stemann, denkt Markus Poschner Wagner formal und inhaltlich weiter und sieht darin eine längst überfällige Notwendigkeit.
Die Konzerte im Überblick:
12. und 13. Februar, Wien, Konzerthaus
Beethoven: Ouvertüre zu Die Geschöpfe des Prometheus op. 43
Mozart: Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur KV 417
Konzert für Horn und Orchester Nr. 3 Es-Dur KV 447
Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Radovan Vlatkovic, Horn
Markus Poschner, Dirigent
Wiener Kammerorchester
Premiere (Uraufführung): 9. März, Staatsoper Berlin im Schillertheater
Weitere Aufführungen:
12. und 15. März
ReinGold
Musik u. a. von Richard Wagner
Musiktheater von Elfriede Jelinek und Nicolas Stemann
Markus Poschner, Musikalische Leitung
Nicolas Stemann, Inszenierung
Katrin Nottrodt, Bühnenbild
Staatskapelle Berlin
Pressekontakt
Meike Wiedamann
meike@albion-media.com


Der Münchner Dirigent Markus Poschner gastiert regelmäßig bei national und international renommierten Orchestern. © Steffen Jänicke