90 Jahre jung wird das Mozartfest Würzburg, eines der ältesten und renommiertesten Musikfestivals Deutschlands. Mozarts Musik kann man hier lebendig, frisch und innovativ auch außerhalb der großen Mozart-Jubiläen in einer unverwechselbaren barocken Umgebung erleben.
Im Jubiläumsjahr wird das Mozartfest Würzburg am 28. und 29. Mai mit einem besonderen Konzert eröffnet: Der deutsche Star-Bratschist Nils Mönkemeyer wird zusammen mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung des englischen Spezialisten für historisch informierte Aufführungspraxis, Christopher Hogwood, zu hören sein – in Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert A-Dur in der Fassung für Viola. Hogwoods umfassende Kenntnisse der historischen Musizierweise werden dann in Mozarts „Haffner“-Sinfonie KV 385 vertiefte Einblicke in die Partitur ermöglichen.
Mozart nur im Konzert zu präsentieren, ist Nils Mönkemeyer aber zu wenig: Er wird im Rahmen der Schulprojekte des Mozartfestes am Montag, 30. Mai mit Schülern des Matthias-Grünewald-Gymnasiums, die vor den Konzerten eine Einführung für die Besucher geben werden und einen Beitrag für das Programmheft verfasst haben, über Mozart, die Musik und seinen Beruf sprechen.
Die Lebendigkeit der Musik, das immer wieder Neue, steht bei Gidon Kremer stets im Mittelpunkt. Einen neuen Zugang zu Mozarts Musik über die Werke zeitgenössischer Komponisten zeigt Gidon Kremer mit seiner Kremerata Baltica exemplarisch nur zwei Tage später, am 31. Mai und 1. Juni. Am ersten Abend spielt Gidon Kremer mit einer Kammermusik-Besetzung zum einen das brillant-humorvolle Flötenquartett A-Dur KV 298 und das abgründig-tragische Streichquintett g-Moll KV 516. Zum anderen widmet sich der Ausnahmegeiger zwei Werken des 20. Jahrhunderts von Sofia Gubaidulina und Alfred Schnittke, die sich mit kompositorischen Strukturen des 18. Jahrhunderts auseinandersetzen und sich damit auf Mozarts Beschäftigung mit Fugen der Bach-Familie in seinem Adagio und Fuge KV 404a beziehen. Den Weg der Bearbeitung mit zeitgenössischen Mitteln beschreitet Gidon Kremer mit der gesamten Kremerata Baltica dann auch am zweiten Abend in der „Kunst der Interpretation“, für die der Geiger und Dirigent zehn Komponisten gebeten hat, kleinere Bach-Stücke aus dem Repertoire von Glenn Gould für Kammerensembles zu instrumentieren. Es entstand ein Zyklus von Werken, die durch vielfältige Klänge, Formen und Besetzungen faszinieren. Über Robert Schumanns eigene Bearbeitung seines Cello-Konzertes für Violine und damit dem Ausflug in die Romantik reicht der rote Faden dann wieder zurück zu Mozarts Serenata Notturna KV 239.
Das Mozartfest läuft bis 3.7.2011
Pressekontakt:
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Öffnungszeiten:
1. April bis 26. Mai: Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
27. Mai bis 2. Juli: Montag bis Samstag, 10 bis 14 Uhr

