Er war der Erotomane der Musik, beherrschte sämtliche Taschenspielertricks und war der größte Virtuose des 19. Jahrhunderts. Einerseits. Andererseits war Franz Liszt ein skrupulöser Künstler, der vor lauter Selbstkritik nur schwer Werke zu Ende bringen konnte und am Schluss seines Lebens in Bereiche der Musik vordrang, die erst dem nächsten Jahrhundert angehörten. So verwundert es höchstens auf den ersten Blick, dass ein Künstler wie Pierre Boulez sich seiner Musik widmet. Boulez und Liszt, das ist schon ein Avantgardistentreffen. Hinzu kommt Barenboim, der beide Klavierkonzerte Liszts an einem Abend aufführt und damit zeigt, dass er immer noch zu den waghalsigsten Technikern unter den Pianisten gehört.
Daniel Barenboim: Klavier
Pierre Boulez: Dirigent
Staatskapelle Berlin
Richard Wagner
Eine Faust-Ouvertüre d-Moll WWV 59
Franz Liszt
2. Klavierkonzert A-Dur
Richard Wagner
Siegfried-Idyll für kleines Orchester WWV 103
Franz Liszt
1. Klavierkonzert Es-Dur
Aufführungsende circa 21 Uhr
Festspielhaus und Festspiele
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