Musik, die von Chören mit engelsgleichen Stimmen gesungen wird. Tranceähnliche Rhythmen, die islamische Sufis in spirituelle Ekstase versetzen. Meisterwerke der geistlichen Musik von Monteverdi und Bach, Mozart und Bruckner. Dazu Werke zeitgenössischer Komponisten, die sich mit existenziellen Fragen auseinandersetzen: Vom 2. Februar bis 4. März 2013 bringt das mehrwöchige Festival »Lux aeterna« Hamburg mit spiritueller Musik aus unterschiedlichen Epochen, Kulturen und Genres zum Leuchten – ein »Musikfest für die Seele« mit rund 25 Konzerten in Hamburger Kirchen, in der Laeiszhalle, im KörberForum und auf Kampnagel.
Als »Artists in Residence« beim Kunstfest Weimar 2012 wurden sie mit standing ovations gefeiert, im Februar 2013 sind sie nach ihrem Gastspiel bei den »Ostertönen« 2010 nun für »Lux aeterna« erneut in Hamburg zu Gast: Mit Werken von Georg Friedrich Haas, György Ligeti, Toshio Hosokawa und George Crumb legt auch das französische Streichquartett Quatuor Diotima einen besonderen Fokus auf zeitgenössische Musik. Im Zentrum steht dabei das Werk »Black Angels« des US-amerikanischen Avantgarde-Komponisten George Crumb, in welchem er sich mit Fragen nach Gut und Böse, Tod und Seelenwanderung beschäftigt. Vollendet an einem Freitag, den 13., steckt es voller Zahlenmystik und musikalischer Anspielungen: Neben den omnipräsenten schicksalshaften Zahlen 7 und 13 finden sich auch Anklänge an Schuberts »Tod und das Mädchen« oder die Sequenz »Dies irae«. Nicht grundlos gewählt ist auch der Untertitel »in tempore belli« – in Zeiten des Krieges –, wurde Crumb doch während des Komponierens durch das Kriegsgeschehen in Vietnam beeinflusst. Und der titelgebende »Black Angel«, der in Ungnade gefallene Engel, gilt als Symbol für den ewigen Wettstreit zwischen Gott und dem Teufel.
Im Gegensatz zu Crumbs Komposition, die fast schon architektonisch konstruiert wirkt, steht die atmosphärische Musik Toshio Hosokawas, der für das Quatuor Diotima in dieser Saison ein neues Streichquartett komponiert. Sein 2007 uraufgeführtes Werk »Blossoming«, durch das Blühen und Verblühen einer Lotusblüte inspiriert, lässt er »organisch« wachsen und klingen. Einen wiederum anderen Ansatz wählt Georg Friedrich Haas für sein sechstes Streichquartett: Durch die ungewöhnliche Stimmung der Violine und Bratsche wirkt die Harmonik des Stücks instabil, der Hörer erhält so die Möglichkeit zum freien »Gleiten durch unbekannte Tonräume«.
Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie.
So 24.02. / 20.00 Uhr / Hauptkirche St. Michaelis / Krypta
Black Angels
Quatuor Diotima:
Yun-Peng Zhao, Violine
Guillaume Latour, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Cello
Georg Friedrich Haas: Streichquartett Nr. 6
György Ligeti: Streichquartett Nr. 2
Toshio Hosokawa: Blossoming
George Crumb: Black Angels for Electric Quartet
€ 18
REDticket der Haspa Musik Stiftung: Die besten verfügbaren Plätze für nur € 10 ab einer Woche vor dem
Konzert – für alle bis einschließlich 27 Jahre. Das REDticket ist erhältlich im Elbphilharmonie Kulturcafé,
im HaspaJoker Shop / Filiale am Jungfernstieg (keine Barzahlung), an der Abendkasse und über
www.elbphilharmonie.de.
Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg
Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt.
Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@elbphilharmonie.de.
Nataly Bombeck und Elena Wätjen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
presse@elbphilharmonie.de
www.elbphilharmonie.de


Quatuor Diotima © Molina Visuals