Gesellschaft Freunde der Künste

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10. April 2013, 20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg

Konzert Klassik: Anna Vinnitskaya, Erik Schumann und Nicolas Altstaedt in der Laeiszhalle

Am 10. April findet sich ein Trio junger Musiker im Rahmen der »Kammermusik«-Reihe im Kleinen Saal der Laeiszhalle zusammen, das an Begabung und Kreativität seinesgleichen sucht: Die Pianistin Anna Vinnitskaya, der Geiger Erik Schumann und der Cellist Nicolas Altstaedt.

Jeder für sich genommen ist schon ein Ausnahmekünstler, zu dritt aber bilden Anna Vinnitskaya, Erik Schumann und Nicolas Altstaedt ein Trio voller Wagemut und Tiefsinn. Dem Hamburger Publikum dürften Altstaedt und Vinnitskaya noch in bester Erinnerung sein: Erst im November spielte der Cellist mit seinem finnischen Freund und Teufelsgeiger Pekka Kuusisto einen geradezu wahnwitzigen Kammermusikabend.

Anna Vinnitskaya, die seit 2009 Professorin für Klavier an der HfMT Hamburg ist, stellt nach ihrem Debüt bei den Elbphilharmonie Konzerten 2010 und einem gefeierten Auftritt mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons 2012 auch dieses Mal wieder ihren ausgeprägten Sinn für feinste Nuancierungen unter Beweis.  

Gemeinsam mit Erik Schumann wenden sie sich in dieser Spielzeit mit Klaviertrios von Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowsky zwei Meilensteinen der Kammermusik zu. Beide Komponisten widmeten ihre Werke verstorbenen Freunden, und doch berührt Schostakowitschs Werk tiefere Ebenen der Trauer: 1944 uraufgeführt, reflektiert es auch die eigene verzweifelte Lage seines Schöpfers unter Stalin und greift mit seinen Referenzen an die jüdische Volksmusik auf geradezu unheimliche Weise den gerade geschehenden Massenmord am jüdischen Volk auf.

Anders Tschaikowsky: Versicherte er noch 1880 einer Gönnerin, überhaupt nicht in der Lage zu sein, ein Klaviertrio zu schreiben, komponierte er nur ein Jahr später sein Opus 50 – und sprengte damit den Rahmen einer ganzen Gattung. Gewidmet Nikolai Rubinstein, bezeichnete Tschaikowsky selbst sein Werk als »eine dem Trio angeglichene sinfonische Musik«.

Umfang, Klanggewalt und Form lassen tatsächlich eher an eine Symphonie denken als an ein intimes kammermusikalisches Werk. Zudem finden sich Anklänge an seine sechste Symphonie – deren Beiname »Pathétique« auch dem Klaviertrio gut stünde.

Mit ihrer Programmzusammenstellung tritt das Trio Vinnitskaya, Schumann und Altstaedt in große Fußstapfen, nahmen doch u.a. Martha Argerich, Gidon Kremer und Mischa Maisky die beiden Werke in dieser Kombination gemeinsam auf. Tatsächlich müssen die drei jungen Künstler den Vergleich mit ihren großen Vorgängern nicht scheuen:

Nicht nur für ihr punktgenaues Solistenspiel werden die Musiker gelobt, auch ihr harmonisches und energiegeladenes Zusammenspiel konnten sie bereits bei früheren gemeinsamen Auftritten unter Beweis stellen.

Gefördert durch den Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V.


Mi 10.04. / 20.00 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal


Kammermusik: Erik Schumann ● Nicolas Altstaedt ● Anna Vinnitskaya


Erik Schumann, Violine


Nicolas Altstaedt, Violoncello


Anna Vinnitskaya, Klavier

Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Peter I. Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll op. 50
€ 39 / 33 / 25 / 11
Konzerteinführung: 19.15 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Studio E


REDticket der Haspa Musik Stiftung: Die besten verfügbaren Plätze für nur € 10 ab einer Woche vor dem Konzert – für alle bis einschließlich 27 Jahre. Das REDticket ist erhältlich im Elbphilharmonie Kulturcafé, im HaspaJoker Shop / Filiale am Jungfernstieg (keine Barzahlung), an der Abendkasse und über www.elbphilharmonie.de.



Erik Schumann

Geboren 1982 als Sohn deutsch/rumänisch-japanischer Eltern in Köln, gilt Erik Schumann heute als einer der talentiertesten Geiger seiner Generation. Von den Kritikern gefeiert für seinen vielschichtigen Ton, begeistert er das Publikum in Europa, Asien und den USA durch Auftritte bei Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, dem National Symphony Orchestra Washington, dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Bamberger Symphonikern. Dabei spielte er unter Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Michael Sanderling und David Afkham. Neben seinen Orchester-Auftritten ist Erik Schumann ein passionierter Kammermusiker. So bildet er mit seinen Geschwistern Ken und Mark sowie mit Ayako Goto das »Schumann Quartett«, zu seinen Kammermusikpartnern zählen außerdem Daniel Müller Schott, Alisa Weilerstein, Nils Mönkemeyer, Gidon Kremer und Daniel Hope. Für sein Debütalbum, für das er gemeinsam mit Henri Sigfridsson Sonaten von Dmitri Prokofiev einspielt, wurde von der Presse begeistert aufgenommen.

Erik Schumann erhielt in seiner Karriere bereits zahlreiche Auszeichnungen, vom 1. Preis bei »Jugend musiziert« auf Bundesebene über den 1. Preis beim »Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb« bis hin zum Internationalen Violinwettbewerb »Jacques Thibaud«. Auch ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben. 2004 wurde er mit dem Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musikfestivals ausgezeichnet, zu dem er mehrfach eingeladen wurde. Auch bei den Salzburger Osterfestspielen, dem Lucerne Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Rheingau Musik Festival war er bereits zu erleben. In seiner musikalischen Entwicklung wurde Erik Schumann stark durch seinen Lehrer Zakhar Bron beeinflusst, weitere Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Pinchas Zukerman, Miriam Fried, Pamela Frank und Herman Krebbers.



Nicolas Altstaedt

Der Cellist Nicolas Altstaedt wurde 1982 als Sohn deutsch–französischer Eltern geboren und gehört zu den letzten Schülern Boris Pergamenschikows in Berlin, wo er sein Studium bei Eberhard Feltz abschloss. In letzter Zeit trat er u.a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem RSO Stuttgart, der Kremerata Baltica, der Tapiola Sinfonietta, dem Simón Bolívar Orchester, dem Zürcher und Stuttgarter Kammerorchester, den Bamberger Symphonikern und den Rundfunkorchestern Berlin und Helsinki unter Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Sir Roger Norrington, Mario Venzago, Dennis Russell Davies, Walter Weller, Alexander Shelley, Ádám Fischer und Andrej Boreyko auf. Er konzertiert mit Künstlern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Daniel Hope, Pekka Kuusisto, Alexander Lonquich und dem Quatuor Ebène, spielt Werke von Komponisten wie Thomas Adès, Jörg Widmann, Sofia Gubaidulina und HK Gruber und wird auf die bedeutendsten Konzertpodien Europas, der USA, Australiens und Asiens eingeladen. 2010 wurde Nicolas Altstaedt im Wiener Musikverein anlässlich seines Debüts mit den Wiener Philharmonikern unter Gustavo Dudamel beim Lucerne Festival mit dem Credit Suisse Young Artist Award ausgezeichnet. Kurz darauf wurde er in das BBC New Generation Artists scheme aufgenommen.

Altstaedt, der mit weiteren internationalen Preisen ausgezeichnet wurde (Landgraf-von-Hessen Preis der Kronberg Academy 2004, 1. Preis Deutscher Musikwettbewerb 2005, 1. Preis Adam International Cello Competition 2006, Marguerite Duetschler Preis Gstaad 2008, BBT Fellowship 2009, Preis der Kulturstiftung Dortmund 2010), ist regelmäßiger Gast Dortmund 2010), ist regelmäßiger Gast bei Festivals z.B. in Jerusalem, Rheingau und Salzburg. Seit 2012 ist er als Nachfolger von Gidon Kremer künstlerischer Leiter des Kammermusikfests Lockenhaus. Als einer der wenigen europäischen Künstler wurde er in die Lincoln Center Chamber Music Society New York aufgenommen. Seine Aufnahmen der Konzerte von Haydn, Schumann, Tschaikowsky und Gulda wurden von der Fachpresse weltweit mit begeisterten Kritiken bedacht.

 

Anna Vinnitskaya

Die 1983 im russischen Novorossijsk geborene Anna Vinnitskaya erhielt im Alter von sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht und spielte drei Jahre später ihren ersten Klavierabend. Nachdem sie ihre Studien bei Sergej Ossipenke am Sergej-Rachmaninow- Konservatorium in Rostov-am-Don begonnen hatte, wechselte sie 2001 auf Einladung Ralf Nattkempers an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie ihren Abschluss machte und 2009 selbst zur Professorin für Klavier berufen wurde. Unter der Vielzahl ihrer Auszeichnungen befindet sich auch der 1. Preis des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel sowie der Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Gern gesehener Gast ist sie auch beim Verbier-Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem »Festival de Radio France« und dem Lille Piano Festival; 2011 gab sie außerdem ihr gefeiertes Debüt beim Lucerne Festival.

Als Solistin gastierte Anna Vinnitskaya unter anderem mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester, den Münchner Philharmonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Charles Dutoit, Marek Janowski, Andris Nelsons und Kyrill Petrenko. Für das französische Plattenlabel naïve spielte Anna Vinnitskaya bislang drei CDs ein, welche mit Preisen wie dem »Diapason d’Or« und dem »Gramophone Magazine Editor’s Choice« ausgezeichnet wurden.



Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg Die künftige Elbphilharmonie und die renommierte Laeiszhalle werden aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten, die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter in der Laeiszhalle und anderen ungewöhnlichen Orten in Hamburg stattfinden. Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Karten und Abonnements erhalten Sie unter www.elbphilharmonie.de, im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, sowie in der Konzertkasse Laeiszhalle. Tickethotline: 040 357 666 66, tickets@elbphilharmonie.de.

 




Nataly Bombeck und Elena Wätjen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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