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Mozart, Bach, Augsburg – interessantes Zusammenspiel

Konzert Klassik: Am 13. Mai 2011 startet das 60. Deutsche Mozartfest in Augsburg

Wenn am 13. Mai 2011 das 60. Deutsche Mozartfest in Augsburg beginnt, wird bei den 16 Konzertaufführungen nicht nur Mozart erklingen. Unter dem Motto „Mozart und die Bach-Söhne“ geht es vor allem auch um die Musik der Komponistenfamilie Bach. Doch was hat Mozart mit Bach zu tun?

In Augsburg war der in Weimar und Leipzig wirkende Johann Sebastian Bach lange vor Wolfgang Amadés Geburt ein Begriff – die Stadt galt sogar als eines der Zentren der Bach-Rezeption. Das geht auf den in St. Anna ausgebildeten Philipp David Kräuter (1690 - 1741) zurück: Als einer der ersten Bach-Schüler hatte er ab 1712 in Weimar Unterricht, wohnte sogar bei dem berühmten Komponisten. Johann Sebastian Bach genoss da bereits einen guten Ruf in Augsburg, wie das Bewilligungsschreiben des evangelischen Scholarchats von 1711 beweist: „Philipp David Kreuterer will kommendes Jahr mense Martio nach Weimar reisen, allda bey dem berühmbten Musico N. Bach sich in weitere Information zu stellen.“

Kräuter selbst brachte aus Weimar 1714 frischen protestantischen Wind in die Augsburger Kirchenmusik. Gut möglich, dass auch die Schüler des Augsburger Jesuitenkollegs Musik von Bach unter der Ägide Kräuters in St. Anna gehört haben: der spätere Salzburger Domkapellmeister Johann Ernst Eberlin (1702 - 1762) sowie sein jüngerer Kollege Leopold Mozart (1719 - 1787). Bachsche Noten wurden zudem in Augsburg vertrieben und so ist klar, dass Bach nicht ohne Einfluss auf den in Augsburg geborenen Leopold Mozart und dessen Familie blieb.

Vier von Bachs Söhnen wurden ebenfalls berühmte Komponisten, die bis heute aufgeführt werden. Der jüngste von ihnen, Johann Christian Bach (1735 - 1782) wurde für Mozart zum einflussreichsten Vorbild. Ihn hatte er als einzigen aus der Bach-Familie persönlich kennengelernt. Bei der ersten Begegnung 1764 in London war Mozart gerade einmal acht Jahre alt, später trafen sie sich in Paris. „Ich liebe ihn von ganzem Herzen und habe Hochachtung für ihn“, schrieb Mozart 1778 über Johann Christian Bach.

Mit den weiteren Bachschen Werken beschäftigte sich Mozart dann intensiv in Wien – schuld war daran ein gewissen Baron Gottfried van Swieten, der Mozart häufig als Dirigent engagierte und ihm den Zugang zur Musik Bachs und Händels ermöglichte. Denn während Bachs Musik in Augsburg damals längst bekannt war, wurde sie in Wien erst neu entdeckt.

Im Konzertprogramm des 60. Deutschen Mozartfests werden diese vielfältigen Verbindungen und Einflüsse deutlich. In den nächsten Wochen erfahren Sie in unseren Newslettern mehr darüber.
Ausführliche Programminformationen gibt es unter www.mozartstadt.de im Internet.
Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen, Ticketreservierung beim Besucherservice des Theaters Augsburg: Tel. +49 0821 / 324-4900

Vom 13. bis 22. Mai 2011


Kulturamt der Stadt Augsburg
Augsburger Mozartfest
Bahnhofstraße 18 1/3 a
86150 Augsburg

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