Tetzlaff und Brahms: Hamburger Jungs unter sich
Eigentlich ist es ein Wunder, dass man Christian Tetzlaff noch nicht zum New Yorker Ehrenbürger ernannt hat. 2009 wurde er in der Carnegie Hall »wie ein Rockstar gefeiert« (dpa) und daraufhin prompt als Residenzkünstler eingeladen. Die New York Times geriet ob seiner Auftritte richtiggehend ins Schwärmen: »Er spielt mit vollem, samtenen Ton und einem unwiderstehlichen Sinn für die große Linie, ohne aber Ecken und Kanten zu verwischen ... und wenn es sein muss, zeigt er pure, explosive Virtuosität.« Nun stellt sich der gebürtige Hamburger auch in seiner Heimatstadt umfassend vor – der er freilich durch regelmäßige Konzerte, etwa mit dem NDR Sinfonieorchester, stets die Treue gehalten hat. Seine beiden musikalischen Hausgötter Brahms und Bach umrahmen dabei eine vierteilige Serie: Konzerte mit Orchester, Kammermusik und Solo-Abend. Zum Auftakt lädt Christian Tetzlaff befreundete Weltklasse-Musiker zur gemeinsamen Kammermusik in den »Brahms-Salon«. Brahms übrigens wurde mit 56 Jahren Ehrenbürger – in Hamburg.
Sonntag, 16. Oktober / 20 Uhr
Laeiszhalle / Kleiner Saal
Details und Tickets
Musik zum Einrahmen
»Schlichtweg zum Einrahmen« textet euphorisch das Fono Forum – und in der Tat klingt die Philosophie des Quatuor Modigliani fast wie aus dem Bilderbuch: »Alle Streichquartette bestehen aus vier verschiedenen Persönlichkeiten. Unser Ziel ist es, einen gemeinsamen Klang zu entwickeln, eine eigene Ästhetik.« Keine Frage, dieses Ziel hat es erreicht: Seit seiner Gründung vor acht Jahren konnte das Quatuor Modigliani, zu dessen Lehrern auch das berühmte Artemis Quartett zählt, auf beinahe einen Streich die wichtigsten Wettbewerbe für sich entscheiden. Heute gehört das Ensemble zu den meistgefragten Streichquartetten der jungen Generation und zieht mit seiner raffinierten Interpretationsweise jeden Zuhörer in den Bann. Mit dem Konzert in der Laeiszhalle eröffnet es den dritten »Rising-Stars«-Zyklus der Elbphilharmonie Konzerte. Auf dem Programm stehen das a-Moll-Streichquartett von Mendelssohn, dessen Werke die vier Musiker jüngst auf CD vorgelegt haben, das Debussy-Quartett sowie das dritte Streichquartett des »spanischen Mozarts« Juan Crisóstomo de Arriaga.
Mittwoch, 20. Oktober / 20 Uhr
Laeiszhalle / Kleiner Saal
Details und Tickets
Veranstaltungen im Elbphilharmonie Kulturcafé
Jazz im Elbphilharmonie Kulturcafé Krakowczyk Trio Zeitlose, lebendige, emotionale Musik. Als Brücke zwischen europäischem Sinti-Swing und amerikanischem Jazz lässt sich die Musik von »Manugadjo« aus Hamburg beschreiben. Für »Manugadjo« ist Gypsy-Swing mehr als eine Verbeugung vor dem großen Django Reinhardt. Das Programm enthält auch Eigenkompositionen und Arrangements von Songs der Beatles, Carpenters, Les Humphries etc. Das Quartett setzt sich zusammen aus Mitgliedern der deutschen Sinti-Familien Weiss und Reinhardt und nicht-Sinti-Familien Pagels und Burkhardt. Donnerstag, 13. Oktober / 18 Uhr Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen Eintritt frei
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