Seit seinem vierten Lebensjahr spielt Troy Andrews - schon damals liebevoll 'Trombone Shorty' genannt - bei den berüchtigten Brass-Paraden durch seine Heimatstadt New Orleans Posaune, Marschtrommel und Trompete. Heute ist klar, dass er zudem ein begnadeter Sänger und Songschreiber ist und als einer der aufregendsten Erneuerer des Jazz gilt. Schon früh war ihm klar, dass er 'nie einer dieser Musiker werden wollte, die nur das recyceln, was andere schon vor ihnen gespielt hatten'.
Trombone Shorty war zwölf Jahre alt, als U2-Frontmann Bono und -Gitarrist The Edge per Zufall bei einem Konzert des 'Kleinen' vorbeischauten. 'Der Laden stand Kopf, als wir dort ankamen', erinnert sich The Edge an die denkwürdige Begegnung. 'Es spielte eine kleine Funk-Band, die nur aus Blechbläsern bestand. So etwas hatte ich noch nie zuvor gehört oder gesehen. Shorty hat uns vollkommen umgehauen. Nach ein paar Tequilas tanzten Bono und ich mit einer Horde Mädchen über die Tische. Es war eine dieser Nächte, die man nie vergessen wird.'
Trombone Shorty nutzt die Musiktradition New Orleans' als Sprungbrett zu zeitgenössischen Klängen: Seine Musik, eine hochexplosive Mischung aus Funk, Rock, Rhythm'n'Blues, Jazz und HipHop. bezeichnet er selbst als 'Supafunkrock' - in beeindruckender Manier nachzuhören auf dem brandneuen Album 'For True' (VÖ: 16.09.2011) .Die Bühne teilte sich der 25-jährige Multi-Instrumantalist mit Größen wie U2, Green Day, den Brüdern der Marsalis-Family - und er ging bereits im Alter von 19 Jahren mit Lenny Kravitz auf Welttournee.
In Europa lernt man den Musiker, der schon als der 'Prince des Jazz' bezeichnet wurde, nun immer besser kennen. In diesem Sommer spielte Trombone Shorty mit seiner Band Orleans Avenue auf großen Festivals wie Summerjam, Kulturzelt Kassel und Jazz Baltica in Salzau - mit beeindruckendem Erfolg: '[...] es ist, als sei eine der alten Blaskapellen aus New Orleans mit dem jungen Louis Armstrong an der Spitze wieder auferstanden und unter Starkstrom gesetzt worden', rezensieren die Lübecker Nachrichten online. Und der KulturSpiegel ergänzt: 'Zwei Stunden Dauerdruck auf Ohren, Geist und Seele - und das im allerbesten Sinne.'
Nachzuprüfen am Mittwoch, dem 21. September, wenn Trombone Shorty in der Centralstation sein zweites Konzert in Deutschland nach Veröffentlichung seines just erschienenen 'Frischlings' gibt. Der Auftritt wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Darmstädter Privatbrauerei.
(RED)Pressestimme: Die Posaune gilt als das altbackenste Instrument der Welt. Sie klang nach Polizeichören und Bundeswehrorchstern. Dann kam Trombone Shorty. KulturSpiegel
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