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Im Blickpunkt stehen u.a. zwei Größen

Konzert Jazz: Montreux Jazz Festival vom 1. bis zum 16. Juli - Feiern für Funky Claude und Tommy LiPuma

31 Jahre alt war Claude Nobs, als er 1967 das Montreux Jazz Festival ins Leben rief. Als Zugpferd konnte er seinerzeit für die dreitägige Veranstaltung das innovative Charles Lloyd Quartet mit Keith Jarrett, Cecil McBee und Jack DeJohnette auffahren. Heute erstreckt sich das Festival über 16 Tage und zahlt wahrscheinlich den Roadies einiger Stars höhere Gage als damals den prominentesten Musikern. Schon bei seiner dritten Auflage 1969 öffnete der visionäre Nobs das Festival stilistisch, indem er die britische Blues-Rock-Band Ten Years After und das progressive Jazz-Rock-Ensemble Colosseum auftreten ließ. In Rockkreisen erlangte der Jazzimpresario 1972 durch Deep Purples Welthit “Smoke On The Water” auf kuriose Weise Berühmtheit: die Hard-Rocker widmeten ihm das Stück, in dessen Lyrics er als “Funky Claude” besungen wurde. Am 4. Februar feierte Claude Nobs seinen 75. Geburtstag. Sein Festival geht dieses Jahr in die 45. Runde.

Und wie nicht anders zu erwarten, halten sich auch dieses Jahr Traditionspflege und Innovationslust im Programm die Waage. Neben den ganz großen Weltstars finden natürlich auch Newcomer einen Platz. Zu den Highlights zählt am ersten Festivaltag das erneute Aufeinandertreffen von Carlos Santana und John McLaughlin. Am 3. Juli sind die beiden Gitarristen dann neben Susan Tedeschi, Derek Trucks, Shemekia Copeland und Robert Randolph Gäste von B.B. King.

Der 5. Juli steht im Zeichen des Produzenten Tommy LiPuma, der genau an diesem Tag seinen 75. Geburtstag begeht. Im zu Ehren gibt es eine vielversprechende Galanacht mit George Benson, Dr. John, Diana Krall, Randy Crawford, Joe Sample, Larry Goldings, Christian McBride und Lewis Nash.

Für stilistischen Abwechslungsreichtum sorgen u. a. noch Paul Simon, Trombone Shorty, Pianist Tigran im Duo mit Trilok Gurtu, der Rapper Aloe Blacc, Youssou N’Dour, Sting, Return To Forever IV, Esperanza Spalding, Quincy Jones (mit u. a. Nikki Yanofsky), Richard Bona & Raul Midón sowie Marcus Miller mit seinem “Tribute to Miles Davis”-Projekt featuring Herbie Hancock und Wayne Shorter.

Ebenfalls dabei ist, in ihrer achten Inkarnation, die Band Deep Purple, die den Festivalorganisator Claude Nobs 2006 zu einer Zugabe auf die Bühne holte und ihn mit seiner Mundharmonika einsteigen ließ. Da bewies der damals 70-Jährige, dass er seinem von Deep Purple erworbenen Spitznamen “Funky Claude” immer noch alle Ehre machte. Und mit dem aufregenden Programm der 45. Ausgabe seines Festivals zeigt er das erneut. Quelle: www.jazzecho.de