Hamburg, - »Die Flöte ist das beweglichste unter allen Blasinstrumenten«, schrieb Hector Berlioz in seiner Instrumentationslehre. Das vielseitige Instrument haben die Philharmoniker Hamburg ins Zentrum ihres ersten Kammerkonzerts der Saison gestellt. Zwei Trios für Flöte, Cello und Klavier erklingen:
Carl Maria von Webers 1820 erschienenes Trio g-Moll »war wegbereitend für diese Kammermusikformation«, erzählt Solo-Flötist Björn Westlund. Philippe Gaubert, selbst Flötist und seinerzeit einer der bedeutendsten Musiker Frankreichs, schrieb seine »Trois Aquarelles« für die gleiche Besetzung.
Gabriele Rossmaniths Sopran macht das Trio zum Quartett: Die Hamburger Kammersängerin aus dem Staatsopernensemble singt die Vokalpartie in Ravels »Chansons Madécasses«, die bei der Uraufführung 1926 einen Skandal auslösten.
Die Texte nach Gedichten von Évariste de Parny provozierten »wegen ihrer erotisch-exotischen und politischen Inhalte«, verrät Björn Westlund. Außerdem steht eine Uraufführung auf dem Programm:
Stefan Schäfer, Komponist und Solokontrabassist bei den Philharmonikern, komponierte den Zyklus »Herren« für Flöte, Cello, Klavier und Sopran nach Texten von Ror Wolf. Er kam damit der Bitte seiner Kollegen nach, etwas für Kammerensemble und Sopran zu schreiben.
Foto (C): Tom Kamlah.
1. Kammerkonzert in der Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Sonntag, 23. Oktober 2011, 11.00 Uhr
Carl Maria von Weber: Trio g-Moll
Stefan Schäfer: »Herren«. Lieder nach Gedichten von Ror Wolf (UA)
Philippe Gaubert: »Trois Aquarelles«
Maurice Ravel: »Chansons Madécasses«
Sopran: Gabriele Rossmanith
Flöte: Björn Westlund
Violoncello: Arne Klein
Klavier: Eberhard Hasenfratz
Karten von 8 bis 18 Euro sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.philharmoniker-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Anja Bornhöft
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