„Meine Zeit wird kommen“, meinte Gustav Mahler, von dessen Sinfonien bezeichnenderweise keine einzige zu seinen Lebzeiten an seiner Hauptwirkungsstätte Wien erklang.
Ohnehin mutet es im Rückblick recht wunderlich an, dass der Sohn eines jüdischen Schnapshändlers aus Böhmen 1897 für zehn Jahre Hofoperndirektor in Wien wurde. Von dem Dirigenten Mahler muss eine große Faszination ausgegangen sein – von dem Komponisten offenbar weniger.
So ist dieser Abschnitt an der Wiener Hofoper als „Ära Mahler“ in die Operngeschichte eingegangen. Wohlgemerkt: die Ära eines Dirigenten – nicht die eines Komponisten. Wie verhält sich nun der Dirigent Mahler zu dem Komponisten Mahler?
Warum hat der viel gerühmte Operndirigent nur Sinfonien und Lieder komponiert? Was passierte mit Mahlers Werk, nachdem er als sein bester Dirigent verstorben war? Welchen Einfluss hatten und haben Schallplatte und CD auf die Rezeption seines Werkes? Ist seine Zeit nun, ein Jahrhundert später, gekommen?
Diese Fragen stellen sich der Literatur- und Musikwissenschaftler sowie Mahler-Biograph Jens Malte Fischer, die FAZ-Redakteurin und WDR3-KlassikForum-Moderatorin Eleonore Büning, der Dirigent Markus Stenz(der zur Zeit dabei ist, mit seinem Kölner Gürzenich-Orchester einen Mahler-Zyklus aufzunehmen) und der Intendant der Philharmonie Essen Johannes Bultmann.
Die Gesprächsleitung am Samstag, 14. Mai 2011 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saalhat der WDR3-Redakteur und -Moderator Hans Winking. Das Gespräch gliedern werden drei Liedgruppen von Gustav Mahler – zu erleben sind die Sopranistin Ingrid Schmithüsen und der Pianist Thomas Palm.
Eine Kooperation der Philharmonie Essen mit WDR 3. – Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und am Mittwoch, 18. Mai 2011 um 20:05 Uhr im WDR 3 in der Sendung „WDR 3 Konzert“ ausgestrahlt.
am Samstag, 14. Mai 2011 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal – WDR-Aufzeichnung
Karten (Einheitspreis (€): 3,- inkl. Vorverkaufsgebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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