Gesellschaft Freunde der Künste

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Mittwoch, 4. Mai 2011

Konzert in Darmstadt - Susana Baca - Neues von der afro-peruanischen Weltmusik-Diva - Sie ist eine absolute Bereicherung für die Weltmusik

Dass Susana Baca heute als „absolute Bereicherung für die Weltmusik“ gilt, hat die peruanische Sängerin afrikanischer Abstammung dem Talking-Heads-Mastermind David Byrne zu verdanken, der von seinem Spanisch-Lehrer auf die Musikerin aufmerksam gemachte wurde.

Byrne war von ihrer überraschend kühlen und klaren Stimme sowie den temperamentvollen Rhythmen der Lieder so begeistert, dass er Susana Baca 1995 für seine Compilation „Afro-Peruvian Classics: The Soul Of Black Peru“ engagierte.


Bis dato war die afro-peruanische Musiktradition weltweit wenig bekannt. Kein Wunder, denn anders als in anderen lateinamerikanischen Ländern stellen die Nachfahren der nach Südamerika verschleppten Sklaven in Peru nur eine kleine Minderheit unter der Bevölkerung dar.

Ihre Kultur erfährt nur wenig Beachtung, ihre Pflege bleibt ausschließlich privaten Initiativen überlassen. Susana Baca hat viel dafür getan, diese Kultur ins rechte Licht zu rücken, nicht nur als Interpretin.


Anfang der 1990er Jahre gründete sie in Lima mit ihrem Mann, dem Soziologen Ricardo Pereira, das Instituto Negro Continuo, um jene vorwiegend mündlich vermittelte Geschichte des „schwarzen“ Peru festzuhalten und weiterzuschreiben.


Doch zurück zur Musik: Mit ihren Songs über Liebe, Traditionen und über die Tage der Sklaverei erhebt Baca den fast ausgestorbenen afrikanisch-peruanischen Blues mit seinen Sambas, Landos und Alcatraz-Rhythmen zur hohen Kunst.


In der Centralstation stellt sie ihr aktuelles Album „Afrodiaspora“ vorstellen. Eine teils nachdenklich, überwiegend aber mitreißende und tanzbare musikalische Reise über die Erdhalbkugel von ihrer Heimat Peru nach Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Puerto Rico, Kuba, Mexiko, Louisiana bis nach Spanien. Immer entlang des Ringes schwarzafrikanischer Kultur, den der Kolonialismus und die europäische Sklavenhalter-Herrschaft in der Karibik und in (Süd-)
Amerika gezogen hat und der noch immer eine kulturelle Verbindung schafft.

Zu erleben am Mittwoch, dem 4. Mai, in der Centralstation.
(RED)
Weitere Informationen unter www.susanabaca.com

Mittwoch, 4. Mai 2011
kulturnachrichten präsentieren:
Weltmusik/Saal
20.00 h Susana Baca
VVK 21,00 / 25,00 € (zzgl. Gebühren*)
AK 25,50 / 30,50 €
25% Studentenermäßigung etc. möglich
Einlass 19.00 h

Sabine Milewski
Centralstation Kultur GmbH
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