Unter der Leitung von Vassily Sinaisky spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin am 5. Februar um 20 Uhr in der Philharmonie Berlin ein Konzertprogramm mit Werken von Dmitri Schostakowitsch. Es erklingen die Sinfonie Nr. 8 c-Moll und das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur mit dem Solisten Johannes Moser, der sein Debüt beim RSB gibt.
Die 8. Sinfonie schrieb Schostakowitsch kurz nach dem russischen Sieg bei Stalingrad. Seine Landsleute rechneten deshalb mit musikalischem Jubel, doch der Komponist verharrte klanglich in Nachdenklichkeit.
Das Werk kündet von seiner Bestürzung über die Grausamkeit des Krieges. Das Cellokonzert Nr. 1 entstand sechs Jahre nach dem Tode Stalins. Die Eindrücke seiner Schreckensherrschaft wirkten darin jedoch nach.
Johannes Moser begann das Cellospiel mit acht Jahren und wurde 1997 Schüler von David Geringas. 2002 gewann er den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb und konzertiert inzwischen weltweit mit den führenden Orchestern sowie in kammermusikalischen Formationen. Verstärkt setzt sich der zweimalige ECHO Klassik-Gewinner für die Aufführung Neuer Musik und für Education-Programme ein.
Vassily Sinaisky ist seit 2010 Chefdirigent und Musikdirektor des Bolschoi-Theaters in Moskau. Er leitet außerdem das Sinfonieorchester Malmö und ist seit 1996 Erster Gastdirigent des BBC Philharmonic Orchestra. Den Beginn seiner internationalen Karriere stellte 1973 der Gewinn des Karajan- Wettbewerbs in Berlin dar. Mit dem RSB verbindet Vassily Sinaisky eine langjährige Zusammenarbeit.
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18.45 Uhr, Curt-Sachs-Saal: Einführung von Steffen Georgi
Live-Übertragung durch Deutschlandradio Kultur (in Berlin auf 89,6 MHz)
Karten: 20 bis 45 Euro
RSB-Besucherservice: 030-202 987 15, tickets@rsb-online.de
presse@rsb-online.de


Foto 1 Johannes Moser (c) Manfred Esser
Foto 2 Vassily Sinaisky (c) Marco Borggreve