Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

innovativ und dynamisch

Konzert: Die Jazz Federation Hamburg holt das Lucerne Jazz Orchestra am 10.06.2016 in die Cascadas Bar

Am Mittwoch, 10. Juni (21 Uhr), präsentiert die Jazz Federation Hamburg in der Cascadas Bar eine der aufsehenerregendsten Bigbands des aktuellen Jazz aus Europa: das Lucerne Jazz Orchestra. Das 19köpfige schweizer Orchester interpretiert mit eigenen Kompositionen und Arrangements den Bigband-Jazz innovativ und dynamisch.

Als der mit der Musik von Duke Ellington und Count Basie im Ohr aufgewachsene, australische Saxofonist Hayden Chisholm vor vier Jahren Kompositionen für eine Zusammenarbeit mit dem Lucerne Jazz Orchestra schrieb, machte er sich eingehende Gedanken über sein Verhältnis zum Genre Bigband. „Ich war enttäuscht von der fehlenden klanglichen Bandbreite der Bands und davon, dass sie nur Klischees in einem größeren Format reproduzierten“, schrieb er, „nichts, was über den Thema-Solo-Thema-Ablauf des Combo-Jazz hinaus geht, gewöhnliche Jazzharmonien, mit einer reduzierten Dynamik für eine wacklige Intonation, die es mit derjenigen eines Klaviers nicht aufnehmen kann“.

Konzert in Deutschland

Damit umriss er einen Anspruch, der unausgesprochen im Raum stand, als das Lucerne Jazz Orchestra LJO im Jahr 2007 gegründet wurde – es geht um neue Wege, um eine neue Aufmerksamkeit auf vier Ebenen: Struktur und Klang, Dynamik und Intonation.

Konzert in Hamburg

Seitdem hat sich das LJO unter der Leitung des 1982 in Hamburg geborenen Posaunisten und Arrangeurs David Grottschreiber gemausert zu einer festen Größe im europäischen Konzertbetrieb, einem Jazz-Orchester neuen Typs, das auf der Basis der erstklassigen Ausbildung, die die Musiker des Orchestra in aller Regel an der Musikhochschule Luzern erhalten haben, bereitwillig neue Wege beschreitet. Immer wieder haben sich die jungen Bandmitglieder auf intensive Erfahrungen mit Gast-Instrumentalisten, -Komponisten und -Dirigenten aus der Weltliga des aktuellen Jazzgeschehens wie Hayden Chisholm, Nils Wogram, Dave Douglas oder Niels Klein eingelassen. Daneben haben sie ein weit gefächertes Repertoire an Eigenkompositionen erarbeitet, die trittsicher um die Fallgruben der Jazzroutine herum navigieren. In knapp 100 Konzerten hat das LJO für sich längst den Schlüssel für Jazzorchester-Musik im 21. Jahrhundert gefunden – nämlich auf der Bühne, wo es die Kunst ist, jeden einzelnen Musiker dazu zu bringen, seine eigenen Leidenschaften zu entfesseln, dynamisch und wild, aber auch intim und warm.

Cascadas Bar, Ferdinandstr. 12
Mittwoch, 10. Juni, 21 Uhr                                                                                         

Eintritt: 16 /12 € / JFH-Mitglieder: 8 €

 

Günter Muncke
guenter.muncke@jazzfederation.de