Das Goethe-Institut lädt 10 Kulturmanager aus Osteuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus nach Deutschland ein. Nach einer theoretischen Phase im Januar erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab Februar in jeweils vierwöchigen Hospitationen Einblicke in die Arbeitsabläufe deutscher Kulturinstitutionen. Das Programm findet 2011 bereits zum zweiten Mal statt.
"Viele Leute kommen in den Westen, kehren dann in ihre Heimat zurück und versuchen, die westliche Kultur nachzuahmen. Dabei ist es nicht die Kultur, die wir adaptieren sollten.
Es sind die gezielte Ausbildung und Förderung und die kreative Freiheit, die wir uns von Deutschland abgucken müssen", so Tamar Janashia, Kulturmanagerin aus Tiflis und Teilnehmerin des ersten Jahrgangs des Projekts "Kompetenzzentrum Kulturmanager".
Dieses ist ein Weiterbildungsangebot des Goethe-Instituts in den Ländern Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Ukraine und Usbekistan. Zielgruppe sind professionelle Kulturschaffende, die in staatlichen und nichtstaatlichen Kultureinrichtungen oder freiberuflich arbeiten.
Die Fortbildung soll sie unterstützen, neue zeitgemäße Strukturen der internationalen (Zusammen-)Arbeit im Kulturbereich zu entwickeln und das eigene Profil zu schärfen.
In Workshops und Hospitationen lernen sie die deutsche Kulturlandschaft kennen, haben die Chance, neue Netzwerke aufzubauen und ihre Kenntnisse zu erweitern.
Anfang 2011 begannen 10 Kulturmanager – der zweite Jahrgang – in Berlin ihre Fortbildung. Sie kommen wie bisher aus der Ukraine, Belarus, Usbekistan und neu auch aus Kasachstan, Armenien, Tadschikistan und Aserbaidschan.
Sie arbeiten in staatlichen Einrichtungen, z.B. an der Akademie der Künste Almaty (Kasachstan), im staatlichen Filmstudio „Tadschikfilm“ (Tadschikistan) oder der staatlichen Universität Taschkent (Usbekistan), sind als Kuratoren oder Festivalorganisatoren tätig, z.B. für das Kroschitski-Kunstmuseum in Sewastopol (Ukraine) oder das Festival „Weißrussischer Frühling“ (Ukraine) oder engagieren sich in künstlerischen Zusammenschlüssen wie der Initiativgruppe "Verband junger Musiker in Aserbaidschan".
Kompetenzzentrum Kulturmanager: Kulturschaffende aus Osteuropa/Zentralasien hospitieren in deutschen Kultureinrichtungen
"Ich bin sehr beeindruckt von der großen Vielfalt der Methoden, die während des Trainings zum Tragen kamen. Die Theorie wird durch die permanente Verbindung zur Praxis anschaulich gemacht und umgekehrt", so Aleh Kurashou, Kurator aus Gomel/Belarus über die theoretische Phase im Januar, in der unter anderem Projekt- und Budgetplanung, Kulturmarketing, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Präsentationtechniken trainiert wurden.
Anschließend, von Februar bis April 2011, hospitieren die Kulturmanager für vier Wochen an Kultureinrichtungen in Berlin, München und Köln. Einblicke in ihre Projekte und Arbeitsabläufe ermöglichen:
ON-Neue Musik (Köln), Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (Berlin), Lothringer 13 Städtische Kunsthalle (München), Deutsches Historisches Museum (Berlin), Volksbühne (Berlin), Platform 3 (München), Filmproduktion Blinker (Köln), Grips Theater (Berlin), Kunsthaus Tacheles (Berlin) und die Berlinische Galerie.
Von Mai bis Dezember 2011 setzen die Kulturmanager/innen ihre eigenen Projekte in ihren Herkunftsländern um.
Kontakt:
Christoph Mücher
Pressesprecher
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 249
muecher@goethe.de


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