Ein Puka ist ein Geschöpf der keltischen Mythologie, das sich Menschen gern einmal in Tiergestalt zeigt. Als Pferd, als Hund und einmal auch als zwei Meter großer, weißer Hase mit dem Namen Harvey …
Elwood P. Dowd ist ein liebenswerter, leicht schrulliger Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat. Diese bewundernswerte Geisteshaltung hat er unter dem Einfluss seines guten Freundes und Trinkgenossen Harvey entwickelt.
Und dieser Harvey ist wirklich etwas ganz Besonderes: Ein guter Freund in allen Lebenslagen, mit dem einzigen Fehler, ein Hase zu sein, der sich standhaft weigert, von irgendjemand anderem als Elwood gesehen zu werden. Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey in Verzweiflung und beschließt, das Problem durch die Einweisung Elwoods in ein Sanatorium zu lösen. Allen voran seine Schwester Veta, die zusätzlich dadurch motiviert wird, dass sie auf Elwoods Vermögen und sein Haus spekuliert.
Ein »normales« Leben ohne Hasen und finanzielle Probleme scheint in greifbarer Nähe zu liegen. Vielleicht hätte Veta aber im Gespräch mit dem Psychiater lieber nicht erwähnen sollen, den großen Hasen ab und an selbst zu sehen. Der völlig gesund erscheinende Elwood wird entlassen und seine Schwester bekommt ein entzückendes Zimmer ohne Aussicht. Der Chef des Sanatoriums kann den Fehler korrigieren und fasziniert von diesem einzigartigen Fall verspricht er Veta Abhilfe zu schaffen …
Mary Chase (eigentlich Mary McDonough Coyle Chase) schrieb mehr als ein Dutzend Komödien. Ihr Theaterstück »Mein Freund Harvey« wurde 1944 am Broadway uraufgeführt und erreichte mit 1.775 Aufführungen einen überwältigenden Erfolg. Ihr wurde für diese hintergründige Komödie, welche die Poesie über den Alltag und die Konventionen siegen lässt, der Pulitzer-Preis verliehen. 1950 wurde ihr Stück mit James Stewart in der Hauptrolle verfilmt.
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