Gesellschaft Freunde der Künste

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Theben steuert auf eine Katastrophe zu

König Oedipus - Tragödie von Sophokles am 20.11.2010 in Dresden

Theben steuert auf eine Katastrophe zu. Stürme verheeren die Stadt, die Frauen gebären keine Kinder mehr, Felder und Weiden sind unfruchtbar. Das alles kann kein Zufall sein. Offenbar zürnen die Götter. Folge menschlichen Verschuldens ... Ursache – so erklärt das Orakel – ist der unentdeckte Mörder des vorigen Herrschers von Theben, König Laios. Oedipus, Nachfolger von Laios, der zudem die Witwe von Laios geheiratet hat, setzt einen schonungslosen Aufklärungsprozess in Gang – der tatsächlich innerhalb von wenigen Stunden die unangenehme und alle völlig überraschende Wahrheit ans Licht bringt.

Mit „König Oedipus“ widmet sich Hausregisseur Tilmann Köhler nach Stücken von Brecht, Horváth und Tschechow der vielleicht berühmtesten Legende der Antike. Immer wieder wurde der Mythos als Beginn der modernen Kultur- und Geistesgeschichte hochstilisiert. In dieser Tragödie werden wesentliche Grundkonflikte des Menschen exemplarisch verhandelt: wie zwiespältig der Wissensdrang des Menschen sein kann, wie zerbrechlich menschliches Glück ist – und wie Menschen unschuldig schuldig werden können. All das wirkt modern, geradezu heutig. Doch eine irritierende Differenz bleibt: Schuld auf sich zu nehmen, ist dem modernen Menschen selbst fremd geworden.

Aufführungen bis zum 16.12.2010

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