Der Kö-Bogen kommt. Die Verträge zum Verkauf des Grundstücks am Jan-Wellem-Platzes sind unterschrieben. Die Finanzierung dieses Großprojektes steht nun endgültig. Wo derzeit noch Busse und Bahnen ankommen und abfahren, werden im Jahr 2013 zwei Gebäude nach dem Entwurf des New Yorker Star-Architekten Daniel Libeskind stehen. Das Projekt umfasst ein Gesamtvolumen von zirka 300 Millionen Euro.
Bereits in seiner Sitzung am 5. Februar 2009 hatte der Rat der Stadt dem Verkauf der wesentlichen Teile des heutigen Jan-Wellem-Platzes mit einer Größe von rund 9.300 Quadratmetern Fläche zu einem Preis von 52,8 Millionen Euro zugestimmt.
Nun hat das Düsseldorfer Unternehmen "die Developer" über seine beiden 100-prozentigen Tochtergesellschaften "die developer Projekt Düsseldorf Haus Königsallee GmbH" und "die developer Projekt Düsseldorf Haus Hofgarten GmbH" auch die geforderte Bürgschaft in Höhe von 120 Millionen für den Kauf des Kö-Bogen-Grundstücks hinterlegt. Damit ist die letzte Bedingung des Kaufvertrages erfüllt.
"Im Herzen Düsseldorfs entsteht nun etwas Einzigartiges. Ich freue mich, dass dieses Jahrhundert-Projekt nun realisiert wird. Wenn es fertig gestellt sein wird, werden alle Düsseldorfer - wie schon bei der Rheinuferpromenade - darauf stolz sein. Der Kö-Bogen ist auch Ausdruck von Düsseldorfs Stärke.
Die Investoren glauben an Düsseldorf. Gerade in den Krisenzeiten ein solches Projekt zu stemmen, zeigt das Vertrauen der Wirtschaft in den Standort", so Oberbürgermeister Dirk Elbers.
Der Verkauf des Grundstücks am nördlichen Ende der Königsallee an "die Developer" umfasst im Einzelnen: die planerische Verpflichtung zur Verwirklichung des Vorhabens, die Errichtung eines Tunnelteilstücks mit einer Technikzentrale sowie die Freimachung des Baufeldes.
"Düsseldorf setzt ein architektonisches Highlight. Es ist schön, dass wir nach sechs Jahren der Planungen an dieser Stelle die Innenstadt neu gestalten können. Damit setzen wir neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung", so Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin.
Mit diesem Vorhaben wird ein städtebaulich integrierter Schlussstein am Ende der Königsallee gesetzt. Das Gebäude erreicht eine Höhe von 26 Metern und bildet einen "Schulterschluss" mit den Häusern an der Kö.
Es wird ein innovatives und gleichzeitig wirtschaftliches Gebäude entstehen. Ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk wird eine maximale Energieeffizienz ermöglichen, die durch Nutzung von Solarenergie unterstützt wird.
Baubeginn für den Kö-Bogen ist im ersten Quartal 2010. Der Tunnelbau soll ab 2011 erfolgen, die Fertigstellung des Vorzeige-Projekts ist für Ende 2013 geplant. Derzeit laufen bereits Bau vorbereitende Kanalbauarbeiten.:
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