Hamburg, -»Diese Quartette, deren daseyn und Anzeige dem Recensenten eine wahre Freude macht, sind wieder ein neuer Beweis von der unversiegbaren Quelle der Laune und des Witzes ihres berühmten Verfassers, und seiner ganz werth«, schrieb die Leipziger Allgemeine Musikalische Zeitung zu Haydns Streichquartetten op. 76. Haydn komponierte die Quartette 1796/97 nach seiner Rückkehr aus London.
Das Quartett B-Dur mit dem Beinamen »Der Sonnenaufgang« besteche »vor allem durch seine vielfältige Klanglichkeit«, so Bratschistin Bettina Rühl. Sie und ihre Kollegen von den Philharmonikern Hamburg haben Streichquartette aus drei Jahrhunderten auf das Programm des 5. Kammerkonzerts gesetzt.
Dvorák komponierte sein Quartett Nr. 12 F-Dur, genannt »Amerikanisches«, 1893 in den USA. Er verbrachte seinen Sommerurlaub in einem Dorf in Iowa, und unter dem Eindruck amerikanischer Volksmusik und der dortigen Natur entstand ein Werk, mit dem Dvorák selbst »zufrieden« war. Heute ist es eines seiner beliebtesten Quartette.
Ebenso beliebt ist Samuel Barbers »Adagio for Strings«. Weniger bekannt ist, dass das Orchesterstück auf den zweiten Satz aus Barbers Streichquartett h-Moll zurückgeht.
Dieses Werk komponierte er 1936 in Rom, wo es vom Pro-Arte-Quartett auch uraufgeführt wurde. Nun steht es bei den Phiharmonikern auf dem Programm – einem Programm, das ebenfalls »wahre Freude« machen soll.
5. Kammerkonzert in der Laeiszhalle (Kleiner Saal)
Sonntag, 27. März 2011, 11.00 Uhr
Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur op. 76,4 »Der Sonnenaufgang«
Samuel Barber: Streichquartett h-moll op.11
Antinín Dvorák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 (»Amerikanisches«)
Piotr Pujanek, Bogdan Dumitrascu (Violine), Bettina Rühl (Viola), Tobias Bloos (Cello)
Karten von 8 bis 18 Euro sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.philharmoniker-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Anja Bornhöft
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