Zwei Klaviertrios kann man am Sonntag, 18. März, um 18 Uhr im Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt erleben: Antonín Dvořáks Klaviertrio B-Dur op. 21 und das Klaviertrio a-Moll von Maurice Ravel.
Alejandro Rutkauskas und Peter Wolf – Konzertmeister und Solo-Cellist beim hr-Sinfonieorchester – präsentieren die beiden Meisterwerke gemeinsam mit der Pianistin Carmen Piazzini.
Nachdem Dvořák bereits um 1870 zwei Klaviertrios geschrieben hatte, die er später wieder verwarf und wohl auch vernichtete, entstand 1875 mit dem B-Dur-Trio op. 21 die erste seiner vier offiziell gezählten und veröffentlichten Trio-Kompositionen.
Das Stück, das die Inspiration durch Rhythmen und Melodien der tschechischen Volksmusik reflektiert, steht im Konzertbetrieb etwas zu unrecht im Schatten des berühmten „Dumky“-Trios aus Dvořáks reifer Schaffensphase. Wesentlich häufiger erklingt auf den Podien in aller Welt hingegen das einzige Klaviertrio Ravels.
Komponiert am Vorabend des Ersten Weltkriegs, gilt es als einer der bedeutendsten Beiträge zu dieser Gattung im gesamten 20. Jahrhundert. In dem technisch äußerst anspruchsvollen Werk mit deutlichen musikalischen Verweisen auf Ravels baskische Herkunft offenbart sich dessen reiche Erfindungsgabe im Hinblick auf originelle, harmonische und rhythmische Texturen, die er hier in traditionelle formale Muster gießt.
Konzertkarten zu 16 Euro sind beim hr-Ticketcenter (Telefon 069/155-2000) und – soweit noch vorhanden – an der Tageskasse erhältlich. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung.
Brigitte Schulz
bschulz@hr-online.de


Alejandro Rutkauskas spielt beim nächsten Kammerkonzert des hr-Sinfonieorchesters - Foto: hr/Anna Meuer/Tim Wegner