Auch in diesem Jahr bleibt das Festival seiner Devise treu: “Der Utopie auf die Beine helfen!” und präsentiert eine spannende Kombination verschiedenster traditioneller und zeitgenössischer Musikstile der Welt - eine beispiellose, geballte Ladung an hochkarätigen Musikern. Das Konzertprogramm spannt einen weiten Bogen der Klänge:
Die musikalische Expeditions- Reise durch 3 Kontinente und 6 Kulturen führt von den archaischen Urklängen der Laotischen Berge über pulsierende türkische Geigenklänge, eindringliche Oldtime-Melodien und westliche Folk-jazzige Songs - bis hin zu der funkelnden Klangwelt des Harfenmeisters Oppermann. Es ist eine bewährte Mischung aus bekannter Gesichten und neuen Gästen.
Besonders interessant sind sicher die erstmals (!) in Deutschland zu hörenden Musiker aus den abgelegenen Bergen am Mekong in Laos („Goldenes Dreieck“). Kaum zu glauben, daß es noch ein Land gibt, aus dem noch nie Musiker nach Deutschland kamen! Und deren Mundorgelklänge im Dialog mit Amerikanischer Oldtime-Musik - das ist Friedensarbeit par excellence! Rüdiger Oppermann geht, wie immer, neue Wege.
Sicher hilft dabei als Basis das vertraute Zusammenspiel (seit 26 Jahren!) mit JatinderThakur, und Jørgen Lang (seit 10 Jahren). Alle Beteiligten präsentieren ihren kulturellen Hintergrund in „Reinform“, begeben sich aber auch auf den Pfad des Dialogs, einer musikalische Konversation auf hohem Niveau. Neue Kombinationen werden dabei entstehen, die es noch nie gab. Dies ist die eigentliche, besondere Würze des KlangWelten- Konzepts.
Es werden musikalische Begegnungen stattfinden, deren Ergebnis wir noch nicht genau kennen, deren Potential wir aber erahnen: Khaen-Mundorgel mit Cajun-Akkordeon, Cister, Harfe und Banjo? Mandolabegleitung zu türkischen Geigen? Indische Rhythmen zu Allem? Eine neue musikalische Welt wird hier kreiert, von der ungewöhnlichsten Welt-Musikgruppe, die man sich vorstellen kann, und die es nur für diese Tournee geben wird. Vieles ist möglich. KlangWelten nimmt das Risiko.
KlangWelten ist ein Fest für Auge und Ohr, mit unerhörten Klängen - und ein einmaliges, spannendes Konzerterlebnis.
Und hier das Kleingedruckte:
Das KlangWelten-Festival hat sich im Lauf seiner 23-jährigen Geschichte unter Rüdiger Oppermanns Leitung zu Deutschlands größtem, erfolgreichstem und ältesten Weltmusik-Tournee-Programm entwickelt, mit über 600 Konzerten für ca 1/4 Mio Besucher, mit Musikern aus 36 Ländern, dokumentiert durch ca 50 Stunden Radio- und TV-Mitschnitte. Das Hörbuch zum Thema erschien 2006. Oppermann ist Preisträger des German World Music Award 06.
Oppermann ist Preisträger des German World Music Award 2006.
Die Musiker 2009
LAO KHAEN DUO — Laos
(Somdy Luangnikhone / Oneta Bussady)
Eine Premiere - zum ersten mal in der Geschichte kommen Musiker aus Laos zu einer Konzerttournee nach Deutschland! Der beste Export, den das Goldene Dreieck zu bieten hat.
Der Klang der Mundorgel Khaen, der Urmutter aller Mundorgeln (und der Mundharmonika!) erinnert an Cajun-Akkordeon.20Tanzstücke und langsame Lieder (Lam) wechseln ab- eine swingende und faszinierende Musik aus dem Herzen Südostasiens, dem abgelegensten Mekongland, dem „Land der 1000 Elefanten“.
Es ist eine akkordische Musik, was in Asien recht selten vorkommt. Die Kombination mit den Tablas des Meisters Jatinder Thakur, mit der Harfe und mit den Oldtime-Instrumenten Fiddle und Banjo dürfte spannend sein. Wir werden es jedenfalls versuchen. Eine Weltpremiere!
Die beiden Musiker, die schon in den 70ern stehen, sind die „großen alten Männer“ der Khaen in Laos, vielfach ausgezeichnet und sturmerprobt. Sie haben das am schlimmsten geschundene Schlachtfeld des „Vietnam“-Krieges erlebt, in dem ganze Landstriche vergiftet, zerbombt und entvölkert wurde. Die schlichte Anmut und Sanftheit der Musik klingt wie eine Antwort des Buddhismus auf die Gräuel der Zerstörung.
Die geraden Orgel-ähnlichen Akkordcluster, die manchmal auch an Steve Reichs Minimalmusic-Sequenzen erinnern, werden konterkariert und ergänzt von einem weichen, fließend-biegsam intonierenden Rohrblattinstrument: der Pi, die aus einem kleinen Bambusrohr herausgeschnitten wird.
Ali Yildirim & Yasar Zafer Keskin Kemençe Duo
(Türkei)
Die Kementche ist ein schmales Streichinstrument, welches rund um das Schwarze Meer von allen möglichen Völkerscharen gespielt wird: Türken, Georgier, Armenier, Aserbeidschaner, Iraner, Griechen...... Von der Region der Jahrtausende-alten Zivilisationswiege der Menschheit aus hat sich das Instrument auch in andere Weltregionen hineinbewegt.
Die aus der Türkei vertriebenen Griechen haben es zB nach Griechenland mitgenommen. Heute ist es auch das Nationalinstrument auf Kreta (dort heißt es Lira). Die türkischen Musiker spielen es meist in rasantem Tempo zum Tanz (Horon). Die beiden Musiker vertreten unterschiedliche Spielweisen: Yasar spielt mehr traditionell, im türkischen und im pontischen Stil, auch in türkischen Ton-Skalen.
Der junge Ali Yildirim ist ein eher moderner Spieler, der viel improvisiert, neues ausprobiert (er spielt auch in einer Rockband) und zweite Stimmen kreiert. Beide singen auch.
Im Duo hören wir eine mitreißende Tanzmusik, meistens im 7/8 Takt. Bei langsamen Stücken wird der Klang ganz sensibel-fragil durch das Spiel nahe am Steg, nahe an den Obertönen. Typisch für die Türkei ist auch die Kombination von weicher, femininer Tongebung und maskulin-archaischem Rhythmus.
Die weibliche Seele der Musik ist jedenfalls bei den männlichen Musikern stark entwickelt, was wir ja auch im Gesang hören. Noch nicht einmal die größten Popstars kommen dort macho-aggressiv daher (vielleicht im Outfit, aber nicht in der Musik).
Die Kementche-Musik ist eine starke, beliebte Regionalform der türkischen Folklore (mit Zentrum Trabzon), die aber sicher alle unsere türkischstämmigen Konzertbesucher zum Mittanzen anspornen wird - und die anderen zum bewundernden Staunen.
Jemmy Bluestein & Rachel Eddie (USA): Fiddle, Banjo, Vocals
Old Time Mountain Music
Schon während R.Oppermanns Laos-Reisen entstand die Idee, amerikanische Oldtime-Musik (wie wir sie spätestens im Film Oh Brother, where are you? gehört haben) den Khaen-Klängen gegenüberzustellen.
Der beschwingt-tänzerische Rhythmus, die rauen Klänge von Banjo und Fiddle, die mit Violine und Gitarre nur wenig zu tun haben, haben eine besondere magnetische Wirkung. Sie erinnern an die Pionierzeiten in den USA, als das Selbstspielen eines Instrument noch das einzige „Entertainment“ war - Eine Musik, die auch heute noch blüht und dort heftig betanzt wird.
In Deutschland hören wir sie eher selten, sie passt nicht recht in unser Schema zwischen U und E. Es ist eine ehrliche Folklore, in der sich Einflüsse der irischen, englischen, deutschen und französischen Einwanderen mit afrikanischen Elementen gemischt hat.
Die Fünfte Saite am Banjo z.B. hat einen deutlichen Bezug zum Bordunklang afrikanischer Prägung, sie wird immer wieder zwischen den Melodietönen gezupft und stellt so eine Relation, ein Intervall her zu jedem Melodieton, wir wir es heute nur aus außereuropäischen Regionen kennen, oder eben aus unserer mittelalterlichen Folklorepraxis.
Das Banjo stammt ursprünglich aus Westafrika. Auch die Fiddle wird so gespielt, daß immer wieder durch eine Leersaite ein Grundton oder eine Quinte hinzugefügt wird. Gesungen wird in sehr engen Harmonien.
Rachel Eddie und Jemmy Bluestein gehören zur Garde der Oldtime-Musiker, Jemmy zur Alten Garde, und Rachel zu den Jungen. Sie spielen den ursprünglichen Appalachen-Stil.
Jemmy Bluestein stammt aus einer renommierten Folk-Familie. Sein Vater, Gene Bluestein, hat die Folklore zu einer Wissenschaft gemacht, als musikethnologischer Forscher und Lehrer (an der Uni Fresno). Schon seit frühester Kindheit haben alle Kinder traditionelle Instrumente gespielt und sind mit ihrer Familie auf musikalische Forschungsreisen gegangen.
Jemmy spielt auch Mandoline, Gitarre, und Akkordeon und hat eine wunderbare Stimme. Neben der Oldtime-Musik spielt er auch in einer Cajun- und Zydeko-Band. Er lebt audf einer Farm in Californien.
Wir spekulieren auf eine fruchtbare Klangmischung mit den Cajun-ähnlichen Klängen der Laotischen Mundorgel.
Auch Rachel Eddie stammt aus einer Musikerfamilie und hat den Sound der Oldtime-Instrumente quasi mit der Muttermilch eingesaugt. Heute ist sie eine profilierte Fiddlerin, die auf allen wichtigen Festivals zu hören ist, aber auch beim Squaredance und in mehreren Bands. Und sie wohnt wirklich auf dem Berg.
Jørgen W. Lang - (Europa, Ostfriesland): Bariton-Cister, Gitarren, Low Whistles, Vocals
Frisia goes world
Jørgen ist ein Pionier der DADGAD-Gitarre (in einer besonderen Stimmung, „open tuning“) und hat sich in Deutschland zu einem der profiliertesten Vertreter der New Folk Szene entwickelt. Als Mitbegründer der legendären Band HOELDERLIN EXPRESS und seiner Gruppe DÁN hat er den Gesamtgruppensound entscheidend geprägt:
Mit dieser besonderen Stimmung lassen sich ungewöhnliche Akkorde spielen, merkwürdig magnetisch anziehende Harmonien, die auf einer Mischung aus Bordun, Clustern, Diatonischen- und Jazz-Anklängen bestehen — und irgendwie irisch klingen. Sprachlich und Teemäßig ist es ja gar nicht weit von Ostfriesland nach Irland…
Sowohl als treibender Begleiter wie auch als Melodie-orientierter Solist, gesegnet mit einer wunderbaren, sonoren Stimme und fragilem Whistle-Spiel zeigt er sich als Wanderer zwischen den Welten: Sein jahrelanger Aufenthalt in Irland (er lebte und arbeitete 2 Jahre in Dublin) prägte sein harmonisches Akkordgefühl (und seinen irischen Akzent).
1993: German Folk Award (mit Hoelderlin Express)
2007: Leiter des Band-Projekts für den „Tanz des Jahres“ (3PO) im Auftrag des Tanz- und Folkfestes Rudolstadt.
Diverse Reisen führten ihn unter anderem nach Australien, wo er unter anderem für das KlangWelten-Festival 2001 unterwegs war, Skandinavien, Afrika (Simbabwe, Südarfrika), die USA und nach Schwaben.
Endlich hören wir von einer normalen Folkgitarre (und von der beeindruckenden Bariton-Cister, einer Sonderanfertigung) ziehende, gespannte Harmonieprogressionen, die zu vielen Stilen gut passen. So auch zu den türkischen Kementchen. Zu Rüdiger Oppermanns Harfenspiel erweitert er den Harmoniehorizont.
Der irischen Low Whistle, einer "längs" gespielten Metallflöte, entlockt er die typischen, winddurchhauchten, ornamentierten Klänge. Seine Stimme erinnert an Peter Gabriel. Jørgen arbeitet zur Zeit an seiner Solo-CD, und auf sein Profil als Singer/Songwriter kann man gespannt sein. Bei KLANGWELTEN kultiviert er den Westlichen Klang — als Gegengewicht zu den anderen orientlastigen Instrumenten. Ostfriesland goes Ireland - Auch das ist WeltMusik.
JATINDER THAKUR - Tablas
(Indien)
Jatinder Thakur ist unbestritten der beste Tablaspieler in unseren Breitengraden, über den man eigntlich kaum noch ein Wort verlieren muss, hochvirtuos, grundierend, anpassungsfähig, ein fabelhafter Solist, Publikumsliebling, und warmherziger Begleiter.
Er hat sich nicht nur in der traditionellen Rolle als Begleiter hochrangiger indischer Solisten einen Namen gemacht, sondern auch im Jazz/WorldMusik-Bereich an vielen bedeutenden Projekten mitgearbeitet. Außerdem ist er ein beliebter Lehrer, und unter seinen Musikerkollegen hoch geschätzt als besonders warmherziger, bescheidener und integrer Mensch. Er lebt in Wien.
Mit KlangWelten ist er schon lange verbunden: Er war schon beim ersten Festival 1987 dabei.
Seine Heimat ist das Kreisstädtchen Mandi im Kulu-Tal, im Himalaya-Vorgebirge (Himachal Pradesh). Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, dem Musikprofessor Shyam Lal Thakur. Schon im Alter von 15 Jahren erhielt er das Bachelor of Arts Diplom ("Sangeet Prabhaker") und gewann mehrere nationale Wettbewerbe. Später wurde ihm auch das Master of Arts Diplom (M.A.) an der Universität von Chandigarh verliehen.
1979 übersiedelte er nach Europa. Als Höhepunkt seiner "klassischen" Ausbildung wurde er 1984 vom legendären Ustad Allah Rakha Khan als Meisterschüler akzeptiert, dem Tablavirtuosen an der Seite Ravi Shankars. In Basel unterrichtet er seit 1985 am Ali Akbar College of Music, einem Institut der Musikhochschule für Klassische Indische Musik .
Viele bedeutende indische Musiker wurden schon auf ihren Konzertreisen durch Europa von Jatinder Thakur begleitet, darunter die verehrte "Grand Dame "des Gesangs, Lakshmi Shankar, der Flötenvirtuose G.S.Sachdev, der Santurspieler Nandu Muley, und der Sitarspieler Krishna Bhatt.
Europaweit bekannt wurde er aber mit Musikern aus anderen Musikbereichen, vor allem mit Rüdiger Oppermann seit 1982, später auch bei Projekten mit Dhafer Youssef, Free Winds, W. Puschnig, und im Percussion-Trio HandCraft mit Hakim Ludin und Carlo Rizzo. Bei einer Rückkehr nach Indien zum Jazz- Festival in New Delhi 1998, und bei weiteren Festivals in Bombay und Sri Lanka 1999 feierte er Triumpphe.
Trotz aller Cross-Over-Projekte hat er seinen klassischen glasklaren Spielstil nie verwässert, gespickt mit rhythmischer Rafinesse, wirbelwind-schneller rechter Hand, und extrem kräftiger Linke, mit der er auch gerne ganze Basslinien spielt.
TABLAS
Das Trommelpaar TABLA ist das wichtigste Rhythmusinstrument der nordindischen Musik . Es besteht aus einer kleinen, hölzernen Trommel und einer größeren, die meistens aus Messing hergestellt wird. Die hohe Trommel wird auf den Grundton des Stückes gestimmt. Die große Trommel "Bhayan" hat ein relativ schwach gespanntes Fell.
Hier wird die Tonhöhe durch Druck des Handballens auf das Fell definiert, ist also während des Spiels variabel. Die Felle sind aus Ziegenhaut hergestellt. Eine Besonderheit der indischen Trommeln ist ein ca 4-8 cm großer schwarzer Punkt auf dem Fell, der in einer komplizierten Prozedur aus Reismehl und Eisenoxidpulver vermischt und in vielen Schichten aufgetragen wird. Dieser schwere Punkt gibt der Tabla einen klar definierten, gongähnlichen Ton.
Tablarhythmen werden nicht in Notenschrift festgehalten, sondern in einer speziellen, Jahrhunderte alten Trommelsprache TAKETINNA memoriert. Ihre jetzige Form und Spieltechnik wurde in der Moghul-Zeit entwickelt ( 16.Jahrhundert), als sich kulturelle Einflusse aus Persien, Altindien und Zentralasien gegenseitig zu einer neuen kulturellen Blüte befruchteten. Manche Rhythmen sind schon Jahrtausende alt.
Indische Rhythmen, TALAS, folgen nicht einer Einteilung in Takte ,sondern sind längere Sequenzen, die in verschiedene Untergruppen mathematisch aufgeteilt werden. Oft folgt die Trommelmelodie auch den Akzenten der Hauptmelodie , oder bei gesungenen Stücken dem Sprachrhythmus.
Da bei jeder Änderung der Trommelmelodie die Sequenz länger wird, bis sie wieder an den Anfang zurückkehrt, dauert es manchmal mehrere hundert Schläge bis sie wieder auf "Eins" landet, ein Moment, der in Indien von lauten Beifallskundgebungen und Kopfwiegen des Publikums bedacht wird. Chapeau, Jatinder !
RÜDIGER OPPERMANN (Europa)
Keltische Harfe, Konzept, Arrangements
Der deutsche Harfenmeister, Erneuerer des Harfenspiels und internationaler Botschafter der Weltmusik überschreitet seit 30 Jahren erfolgreich die stilistischen Grenzen und hebt den Horizont der Keltischen Harfe auf ein neues Niveau. Er verbindet altirische Bardentechnik mit Ideen der asiatischen und afrikanischen Musik, mit Blues, Minimal Music, Groove, Experimenteller Musik und Jazz.
Er hat sich bewährt als behutsamer Arrangeur des Zusammenspiels, ein vielfach ausgezeichneter künstlerischer Leiter und leitender Künstler, der es versteht, den Kern der traditionellen Klänge freizulegen, zu entschlacken und für neue Dialoge bereitzumachen.
Er hat die Keltische Harfe in Deutschland populär gemacht. Bei Klangwelten bere itet er das Feld, auf dem die anderen mitwachsen und miteinander ins Gespräch kommen können. Oppermann führt moderierend durch das Programm.
Auf jahrelangen Reisen durch Afrika und Asien hat er intensiv die Musik vieler Völker erlernt und ihr Leben mitgelebt. Auf seinen Harfenstil hat das deutlich abgefärbt. Anders als üblich, beschäftigt sich seine Musik weniger mit der Interpretation der vorhandenen Harfenliteratur, er spielt keine rauschenden Arpeggien, keinen Irish Folk und keine Hintergrund-Entspannungsmusik.
Stattdessen beschäftigt er sich mit genauer, intensiver, solistischer Tonformung, groovigen Rhythmen, ausgefallenen Arrangements und neuen Klängen.
Der Harfentüftler und „KlangWelten“- Erfinder ist einer der Drahtzieher der deutschen Harfenszene, welt-reisender Promoter der Harfe, Gründer und Ehrenpräsident der Harfenistenvereinigung „Freundeskreis Harfe“ und Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Auf 51 veröffentlichten Tonträgern und in über 1600 Konzerten rund um den Globus hat er Maßstäbe gesetzt für Virtuosität, Schönheit des Harfenklangs und Mut zum Experiment .
Auf seinen ausgedehnten Reisen auf den Spuren de r Harfe rund um den Globus hat er - neben einem Schatz an Fotodokumentationen und Feldaufnahmen - auch Europas größte Privatsammlung ethnischer Harfen zusammengetragen.
Als Harfenist ist R.Oppermann Autodidakt, denn es gab 1973, als er die Keltische Harfe entdeckte, in Deutschland weder Unterricht noch Instrumente zu kaufen. Er erhielt als Kind "klassischen" Unterricht (Klavier/Cello). Dazu verschaffte er sich einen Ausgleich als improvisierender Blueser, später als fahrender Straßenmusikant.
Fünfzehn Jahre lang präsentierte er die verschiedenen Stilrichtungen auf unterschiedlichen Instrumenten (afrikanische Musik auf afrikanischen Instrumenten, Improvisationen auf dem Klavier, Straßenmusik mit Drehleier, American Old Time mit dem Banjo, Irische Musik mit der Harfe).
Nach dieser „Lehrzeit“ begann er, nun als ausgereifter Harfensolist, Improvisator und Komponist, die weit auseinander liegenden Welten von improvisierter, durchstrukturierter und ethnischer Musik zu verbinden. Er entwickelte für die Harfe eine spezielle Spiel- und Kompositionstechnik, und begann, mit Musikern aus aller Herren Länder zusammenzuspielen. Seine Musik ist auch in TV- und ModernDance- Produktionen zu hören.
2006 erschien sein Buch Dialog der Kulturen-20 Jahre Klangwelten, was dreifach nominiert wurde für den Deutschen Schallplattenpreis. Er erhielt in dem Jahr auch den German World Music Award.
Alle Musiker, die 2009 zur Tournee kommen, hat er in ihrer Heimat aufgespürt. Zur Vorbereitung des Festivals reiste er 2006 und 2008 nach Laos, und drei mal in die Türkei. Auch nach Indien, Ostfriesland und in die USA führten ihn seine Reisen.
Mit der Organisation des KlangWelten-Festivals ist er die Hälfte des Jahres beschäftigt. Im Konzert spielt er zwei selbstgebaute Keltische Harfen (Bronzesaiten/Nylonsaiten) , Banjo und Loops. Beliebt ist auch seine humorvolle, kenntnisreiche und einfühlsame Moderation.
(Weitere Informationen auf der Rüdiger Oppermann -Seite)
Kartenpreise erfahren Sie auf der Veranstalter-Website.
http://www.klangwelten.com/festival/index_d.html
[ Stand: 1.September 2009 ] Änderungen vorbehalten.
Übernahme der Informationen mit freundlicher Genehmigung von Music Contact


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