Bereits der erste KISSINGER SOMMER 1986, noch im Schatten der Mauer, präsentierte eine spannende Mischung aus Stars und Spitzennachwuchs, überwiegend Klassik, doch auch zeitgenössische Komponisten: Schnittke, Denissow, Ruzicka, Rihm und Zimmermann. Der junge Frank Peter Zimmermann machte auf sich aufmerksam, auch das noch unbekannte Trio Fontenay. Peter Ustinov, Wladimir Ashkenazy, Rudolf Buchbinder, Elisabeth Leonskaja und Boris Pergamenschikow kamen in die Festspielstadt an der fränkischen Saale. Katia Ricciarelli, Rene Kollo und Peter Schreier sangen Arien und Lieder.
Die Amsterdamer Philharmoniker eröffneten im prachtvollen, holzgetäfelten Großen Saal des Regentenbaus den 1. KISSINGER SOMMER, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks begann seine alljährliche Erfolgsserie. Das Erfolgsmodell der ersten Jahre ist geblieben: Neben Cecilia Bartoli, Lang Lang, Waltraud Meier und Christine Schäfer, musizieren im Sommer 2010 Mariss Jansons, Kent Nagano, Grigory Sokolov, Vadim Repin, Frank Peter Zimmermann, Rudolf Buchbinder und Nikolaj Znaider. Die Elite der Zukunft tritt in den fünf historischen Konzertsälen an: Martin Helmchen, David Fray, Rafal Blechacz, Olga Kern, Kit Armstrong, Yuja Wang, Sa Chen, Igor Levit, die Cellistin Marie Elisabeth Hecker und die Sopranistin Mojca Erdmann, demnächst an der New Yorker Met zu hören.
Bei den 18 glanzvollen Konzerten, in dem wegen seiner Akustik viel gerühmten Max-Littmann-Saal, spielen das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, die Tschechische Philharmonie, das Londoner BBC Orchestra, die Wiener Symphoniker, einst das sommerliche Kurorchester in Bad Kissingen, sowie das Lissaboner Gulbenkian Orchestra unter seinem Chef-Dirigenten Lawrence Foster.
Zwei hochkarätige Veranstaltungen werden während des KISSINGER SOMMERS entwickelt: Bei der »LiederWerkstatt« erarbeiten sechs zeitgenössische Komponisten, darunter Wolfgang Rihm und Wilhelm Killmayer, mit jungen Sängern neue Lieder nach Texten Joseph von Eichendorffs. Diese werden, kombiniert mit klassisch-romantischen Eichendorff-Vertonungen von Brahms, Schumann, Mendelssohn und Wolf, am Sonntag, 10. Juli (Matinee) und Montag, 12. Juli, im Rossini-Saal aufgeführt. Die bekannte russische Pianistin Elena Bashkirova leitet eine Truppe von 10 Spitzen-Nachwuchskünstlern aus sieben Ländern. Sie spielen Bekanntes von Mozart, Schumann und selten gespielte Werke von Boulez, Schnittke, Gubaidulina und Carter. Zwei spannende Konzerte; die Elite der Zukunft auf der Bühne – im vierten Jahr inzwischen ein Publikumsmagnet.
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