Hélio Oiticica (1937-1980) war einer der einflussreichsten bildenden Künstler Brasiliens und prägte entscheidend die künstlerische Moderne des Landes. Seine Quasi-cinemas und Dia-Environments erlangten in den Siebzigerjahren internationale Aufmerksamkeit und begründete mit seiner Kunst die bekannten Tropicália-Bewegung, eine hauptsächlich musikalische Strömung, die sich gegen die wachsende Konsummentalität und politische Unterdrückung wendete und schließlich zur Lebenseinstellung avancierte. Sein Neffe Cesar Oiticica Filho zeigt Originalaufnahmen seines Onkels und dessen künstlerisches Werk.
Filme im Kino
In diesem persönlichen Filmporträt entbehrt der Regisseur jeglichen Kommentars und lässt vielmehr die engsten Hinterbliebenen, Angehörigen und Wegbegleiter des Künstlers sprechen - schließlich aber auch Oiticicas Kunst selbst. Das Ergebnis ist ein ergreifender Film mit zahlreichen neuen Erkenntnissen über einen Wegbereiter, für den sein Beruf stets auch Ausdruck seiner Lebenseinstellung war. Auch die Themen Homosexualität und Drogenkonsum spielen dabei eine Rolle. Ein gelungenes Porträt, das nicht nur Kunstliebhaber begeistern wird.
Regie: Cesar Oiticica Filho
Cast: Estelle Hebron Jones, Carmen Menendez, Camila Mota
Weitere Links:
Berlinale:
Offizielle Homepage:
http://www.heliooiticicaofilme.com.br/english/index.htm
Der Film kommt am 3.10.2013 in die Kinos. Im Verleih von Arsenal Institut.


Seine Quasi-cinemas und Dia-Environments erlangten in den Siebzigerjahren internationale Aufmerksamkeit. Bild 1-3 (c) Arsenal Institut

