Als sich eine Polit-Aktivistin der militanten "Weathermen" aus den USA der 1970er Jahre nach über drei Dezennien im Untergrund der Polizei stellt, wird ein renommierter Anwalt durch die Recherchen eines jungen Journalisten mit der eigenen radikalen Vergangenheit konfrontiert und seine falsche Identität aufgedeckt. Während das FBI ihn wegen eines damaligen Banküberfalls mit tödlichem Ausgang jagt, sucht er seine frühere Geliebte, die als einzige seine Unschuld beweisen kann und begegnet früheren Mitkämpfern.
"You don't need a weatherman to know which way the wind blows" sang Bob Dylan und wurde so Namensgeber der radikalen Gruppe "Weathermen", die 1970 dem Staatsapparat den Krieg erklärte und in den Untergrund ging, sich später geschlechtsneutraler "Weather Underground" nannte. Für Robert Redford waren die Beweggründe der radikalen Gruppierung richtig, weil der Vietnamkrieg falsch war wie aber auch der Einsatz von Gewalt durch die Militanten. Diese rote Linie zieht sich durch den Polit-Thriller.
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Reford mimt einen geachteten Anwalt und alleinerziehenden Vater einer Zwölfjährigen, dessen (falsches) Leben aus den Fugen gerät, als sich eine frühere Polit-Aktivistin nach über 30 Jahren der Polizei stellt und ein junger Reporter (Shia LaBeouf) seine wirkliche Identität herausfindet, die Mitgliedschaft bei den Weathermen wie die Teilnahme an einem Banküberfall mit tödlichen Folgen für einen Wachmann. Der 76Jährige beweist in seinem neunten Film als Regisseur, dass er nicht nur solide inszenieren, sondern immer noch spielen kann (auch wenn es etwas befremdlich scheint, wenn er flott wie ein Jüngling durch den Wald hetzt oder den Vater, statt Großvater des Mädchens verkörpert).
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Nach dem Roman von Neil Gordon verknüpft er Vergangenheit und Gegenwart, interessiert sich aber weniger für das Historische in der Buchvorlage, sondern mehr für die Folgen des Gestern auf das Heute. Das FBI jagt ihn, während er seine frühere Geliebte sucht, die als einzige seine Unschuld beweisen kann. Es geht vor allem um Emotionen unter der Oberfläche und um die Frage, wie fühlen sich diese Menschen drei Dezennien später, wie gehen sie mit dem ständigen Druck um, entdeckt zu werden. So sind die Reaktionen der Protagonisten im Film unterschiedlich. Einige bereuen, andere halten die damaligen gewalttätigen Aktionen für einen Fehler oder eisern an ihrer Ideologie fest.
Redford romantisiert die Rebellion nicht, sondern zeigt Menschen in ihren Selbstzweifeln und der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Taten. Das Drama einer Generation ist gleichzeitig auch Reflexion über ein Stück amerikanische Geschichte, über Gewalt als falsches Mittel zur Veränderung, über persönliche Konsequenzen und die eigene Wahrheit. In Nebenrollen sieht man Nick Nolte und Chris Cooper, Susan Sarandon und Julie Christie. Für nostalgische Gefühle ist damit gesorgt. mk. Quelle: kino.de
Regie: Robert Redford
Cast: Robert Redford, Julie Christie, Shia LaBeouf
Laufzeit: 125 min.
Pressestimmen und weitere Links:
Offizielle Homepage:
http://companyyoukeep-derfilm.de/
Spiegel:
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Der Film kommt am 25.7.2013 in die Kinos. Im Verleih von Concorde.


Redford romantisiert die Rebellion nicht, sondern zeigt Menschen in ihren Selbstzweifeln und der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihren Taten. Bild 1-4 (c) Concorde


